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Weihnachtlicher Baumschmuck - aber bitte nachhaltig

Um auch in der Weihnachtszeit nachhaltig zu leben braucht es ein wenig Anstrengung und Durchhaltevermögen: Denn gerade im Dezember, wenn alles glitzert und verlockend nach gebrannten Mandeln riecht, ist die Verlockung besonders groß, viel Geld für Geschenke oder Dekoration auszugeben. Sei dabei nicht so streng zu dir – du musst nicht das gesamte Fest streng nach Öko-Richtlinien organisieren, um etwas Gutes zu tun. Vielmehr kannst du schon mit kleinen Veränderungen für mehr Nachhaltigkeit sorgen – zum Beispiel beim weihnachtlichen Baumschmuck.

Nachhaltiger Baumschmuck – diese Möglichkeiten hast du

Wenn es um die Umweltfreundlichkeit von Christbaumschmuck geht, sind einige Verarbeitungsprozesse und Materialien zweifelsohne empfehlenswerter als andere: Einwegartikel aus Plastik und chemische oder nicht abbaubare Zusätze solltest du, wenn möglich, vermeiden. Auch beschichtete Weihnachtskugeln sind – ebenso wie Lametta – nicht unbedenklich, denn die Laminol-Beschichtung enthält häufig giftiges Blei. Aus diesem Grund solltest du den entsprechenden Weihnachtsschmuck auch nicht einfach im Restmüll, sondern im Zweifelsfall als Sondermüll auf dem Werkstoffhof entsorgen. Auch Gold- und Silberfarben sind schädlich: den besprühten Baum kannst du aufgrund der enthaltenen Giftstoffe nicht mehr kompostieren.

Du hast dich Hals über Kopf in einen Dekoartikel aus Kunststoff verliebt? Auch Plastik-Baumschmuck kann nachhaltig sein, wenn du ihn jahrelang verwendest. Wer seinen Weihnachtsbaum ökologischer schmücken möchte, hat grundsätzlich mindestens drei Möglichkeiten:

1. Natur pur: Christbaumschmuck nachhaltig selber machen

Eigentlich ist es völlig absurd – jedes Jahr häufen sich in den Geschäften glitzernde Tannenzapfen, Zweige und Nüsse aus Plastik, wenn wir das Original komplett gratis auch im Wald sammeln könnten. Und was passt schließlich besser zur Wohnzimmertanne als echte Tannenzapfen? Wer Lust hat, schnappt sich Pinsel und Farbe und lässt seiner Kreativität freien Lauf!

Auch sonst eignen sich ökologisch – oder kulinarisch – abbaubare Naturmaterialien hervorragend als Baumschmuck: Girlanden aus getrockneten Orangen- oder Apfelscheiben, selbstgebackene Lebkuchen oder Plätzchen sehen nicht nur hübsch aus, sondern können auch die Wartezeit auf den Heiligabend versüßen und vernascht werden.

Wer vermeiden will, dass sein Weihnachtsbaum am 24. Dezember komplett leer gefuttert ist, verwendet zum Basteln einfach ungenießbare Rohstoffe wie Salzteig oder Papier. Besonders hübsch: Papiersterne aus alten Buchseiten oder Zeitungen.

2. Fertiger Baumschmuck aus Holz, Wachs oder Porzellan

Du möchtest dir die Bastelei ersparen, wünscht dir aber dennoch Baumschmuck, der deinen ökologischen Ansprüchen gerecht wird? Dann solltest du vor allem einen Blick auf die verwendeten Materialien und den Herstellungsprozess werfen. Klassische Strohsterne, Baumkugeln aus Holz oder Papier und Deko-Stücke aus Kaltporzellan und Wachs sehen nicht nur elegant aus, sondern machen auch aus umwelttechnischer Sicht eine gute Figur, da meist keine bedenklichen Zusätze für die Weiterverarbeitung verwendet werden.

3. Alle Jahre wieder

Am nachhaltigsten ist es natürlich immer, das zu verwenden, was man sowieso schon hat. Es wäre also keinesfalls nachhaltig, das alte Baumschmuckset mit den Laminol-Kugeln von Oma zu entsorgen, um es durch Naturmaterialien zu ersetzen. Aber auch sonst musst du natürlich nicht für immer komplett auf Plastikschmuck verzichten. Geh einfach sicher, dass dir der Dekoartikel auch wirklich gefällt und gut genug verarbeitet ist, um nicht bei der ersten Benutzung kaputt zu gehen. Anschließend verwendest du den Kunststoffschmuck über die Jahre einfach immer wieder – auch darin liegt ein nachhaltiger Ansatz.

Quellen

https://www.logoenergie.de/nachhaltiger-christbaumschmuck

https://www.nachhaltigleben.ch/wohnen/bio-baumschmuck-schoene-deko-ganz-einfach-selber-machen-995

https://www.scandinavian-lifestyle.de/magazin/nachhaltigkeitstrend-weihnachten/

Bild

stock.adobe.com / Kristen