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BETD24: Das Ergebnis der 10. Berliner Energiewende Konferenz

Am 19. und 20. März fand der 10. Berlin Energy Transition Dialogue statt. Hier findest du eine Zusammenfassung des BETD24.

21.03.2024 • 08:41 Uhr

BETD24: Das Ergebnis der 10. Berliner Energiewende Konferenz

Mehr als 2.000 Teilnehmende aus 90 Ländern

Bereits seit 2015 lädt die deutsche Bundesregierung zum Energy Transition Dialogue ein. Das Ziel: Einen öffentlichen Raum für Experten und Politiker aus der ganzen Welt zu schaffen, in dem sie sich austauschen, gemeinsame Strategien entwickeln und Partnerschaften stärken können – für effektiven Klimaschutz.

Die Energiewende Konferenz 2024 fand unter dem Motto „Accelerarting the Global Energy Transition“ statt. Auf Deutsch: „Beschleunigung der globalen Energiewende“. Insgesamt nahmen mehr als 2.000 Personen aus über 90 Ländern an der Veranstaltung teil, darunter 50 Außen- und Energieminister, Staatssekretäre, Unternehmer und mehr als 100 hochrangige Speaker. Ein großes Augenmerk fiel zum Beispiel auf die „Young Female Leaders“ aus Burkina Faso, Tunesien und Indien.

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Klimawandel: Wir müssen schnell handeln

Die Berichte des Weltklimarats (IPCC) sprechen eine deutliche Sprache. Um die Folgen des Klimawandels in einem erträglichen Rahmen zu halten, muss sofort gehandelt werden. Spätestens 2050 müsse die gesamte Welt klimaneutral sein, heißt es. In Deutschland ist das Umweltbundesamt gut gestimmt: „Die Klimaziele 2030 sind in Sicht“ – ein wichtiges Etappenziel. Dank des Ausbaus von erneuerbaren Energien verzeichnete die Bundesrepublik 2023 ein Rekordjahr für grünen Strom und die Reduktion von CO₂. Allerdings gibt es hierzulande immer noch zwei Problemsektoren: Verkehr und Gebäude. Und weltweit steigen die Treibhausgas-Emissionen in vielen Bereichen weiter an.

„Auf dem Berlin Energy Transition Dialogue kommt die Welt zusammen. Denn wir wollen voneinander lernen. Uruguay schafft es teilweise heute schon, 98 % seines Stroms aus Erneuerbaren zu generieren. Oman baut mehrere Mega-Solar-Projekte mit Strom für zehntausende Haushalte. Und in Namibia entsteht eine der weltweit größten Anlagen zur Herstellung von grünem Ammoniak, die unserer Zusammenarbeit beim Zukunftskraftstoff Wasserstoff weiter Schub verleiht. […] Es ist an der Zeit, dass die Welt endlich den fossilen Ballast abwirft, um das wirtschaftliche Potenzial der Erneuerbaren zu entfesseln“, erklärt Bundesaußenministerin Annalena Baerbock.

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Die Energiewende kann Wohlstand für alle bringen

Wirtschaftsminister Robert Habeck analysierte die ökonomische Situation in anderen Ländern und zeichnete ein wichtiges Bild. Er sprach von einer „historischen Aufgabe“, die darin besteht Wohlstand, Entwicklung, sozialen Ausgleich und Gerechtigkeit mit Dekarbonisierung zusammenzubringen. Klimaschutz und Wohlstand sind kein Gegensatz, sondern eine Chance auf eine bessere Zukunft – für Mensch und Natur.

Erfolgreiche Beispiele dafür finden sich in Afrika und Indien, erklärt Habeck auf dem BETD24. Erneuerbare Energien sind in diesen Ländern nicht nur ein Mittel für mehr Klimaschutz, sondern ein essenzieller Beitrag zu sozialer Stabilität, zur Teilhabe von – vor allem Frauen – an Bildung, Wohlstand und sozialer Sichtbarkeit. Die Vision besteht nun darin, nach Möglichkeit alle Menschen auf der Welt vom Wohlstand einer klimaneutralen Zukunft profitieren zu lassen, so der Wirtschaftsminister.

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Klimaneutralität gelingt nur gemeinsam

Die Berliner Energiewende Konferenz ist vor allem ein Forum für geistigen Austausch und zur Stärkung internationaler Energiepartnerschaften. Inzwischen kooperieren deutsche Unternehmen und Universitäten mit über 20 verschiedenen Ländern, um nachhaltige Lösungen zu finden und konkrete Umweltprobleme zu diskutieren. Das Zusammenbringen von Experten, Politikern und Unternehmern aus der ganzen Welt ist ein Schlüssel zur Bewältigung der Klimakrise und zum Voranbringen der globalen Energiewende.

„Mit den globalen Zielen zu Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und dem Ausstieg aus den Fossilen hat die internationale Gemeinschaft bei der COP28 in Dubai das Tempo vorgegeben, dass wir in den nächsten Jahren erreichen müssen. Wir können die globalen Ziele erfolgreich bis 2030 in die Tat umsetzen, wenn wir international zusammenarbeiten und jedes Land seine Stärken und sein Know-how einbringt. Diese Kooperation treibt Deutschland aktiv voran – in unseren bilateralen Klima-, Energie- und Wasserpartnerschaften mit inzwischen über 30 Partnerländern und mit dem BETD als einem der ersten großen internationalen Foren nach den Energiebeschlüssen der COP28“, so Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck.