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Überblick

Nachhaltig kochen leicht gemacht

Nachhaltigkeit wird in allen Aspekten unseres Lebens immer wichtiger – auch in der Küche. Aber was bedeutet nachhaltig kochen eigentlich? Wir zeigen dir, wie du mit ein paar einfachen Tipps und Tricks einen Beitrag zu einer umwelt- und klimafreundlichen Ernährung leisten kannst!

Tipps für einen nachhaltigeren Einkauf

Nachhaltiges Kochen beginnt nicht erst in der Küche – sondern schon beim Einkaufen. Um einen Grundstein für eine umweltfreundlichere Ernährung zu legen, können schon ein paar kleine Maßnahmen große Wirkung zeigen:

Planung ist alles

Fast zwölf Millionen Tonnen Essen schmeißen wir Deutschen jedes Jahr weg. Pro Person entspricht das etwa zwei vollen Einkaufswägen an Lebensmitteln, die jährlich im Müll landen. Ein großer Teil davon sind Fehlkäufe oder Lebensmittel, die vor dem Verbrauch abgelaufen sind. Ein Speiseplan und eine gut strukturierte Einkaufsliste helfen dir dabei, Spontankäufe zu vermeiden und nur das zu kaufen, was du auch wirklich verbrauchen kannst.

Regional, Saisonal, Bio

Wie sagt man so schön: „Regional ist erste Wahl!“ – ganz besonders, wenn das regionale Produkt auch noch saisonal und bio ist. Denn regionale Produkte unterstützen nicht nur die lokale Landwirtschaft, sondern wirken sich auch positiv auf den ökologischen Fußabdruck aus: Durch kürzere Transportwege werden zum Teil enorme Mengen CO2 eingespart. Gleiches gilt für saisonale Produkte, denn diese mussten weder aus dem Ausland importiert, noch unter hohem Energieaufwand im Gewächshaus gezüchtet werden.

Ist das Produkt außerdem noch Bio, hast du automatisch einen großen Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Denn Bio-Produkte stammen aus ökologischem Anbau, der im Vergleich zu konventionellen Methoden besonders ressourcenschonend und umweltverträglich ist.

Tipp: Manchmal kann es schwerer sein als erwartet, im Supermarkt Produkte zu finden, die dem Anspruch „regional, saisonal, bio“ gerecht werden. Versuche es doch stattdessen einmal auf dem Wochenmarkt und unterstütze so kleine Unternehmen und Familienbetriebe. Welche Produkte gerade Saison haben, kannst du außerdem mithilfe eines Saisonkalenders in der Küche im Blick behalten.

Unverpackt kaufen

Um Plastik- und Papiermüll zu vermeiden, kannst du heutzutage fast überall in den sogenannten Unverpacktläden einkaufen. Bring einfach einen Stoffbeutel und ein paar leere Einmachgläser oder Tupperdosen mit und kaufe Produkte wie Shampoo, Obst und Gemüse oder sogar Müsli komplett ohne lästigen Verpackungsmüll.

Weniger Fleisch

Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, wie sehr der übermäßige weltweite Konsum von tierischen Produkten unsere Umwelt belastet. Am besten kannst du dem selbstverständlich mit einer vegetarischen oder sogar veganen Ernährung entgegenwirken. Aber auch haben schon kleine Schritte eine große Wirkung: verzichtest du beispielsweise nur für einen einzigen Tag in der Woche auf Fleisch, sparst du damit jährlich ganze 50 Kilogramm ein!

Langlebige Küchenuntensilien

Nicht nur beim Lebensmittelkauf, auch bei der Auswahl deiner Küchenutensilien solltest du darauf achten, langlebige und nachhaltig hergestellte Produkte zu kaufen. Der zumeist höhere Kaufpreis relativiert sich dabei durch die längere Lebensdauer.

Nachhaltig kochen – Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche

Beachtest du beim Einkaufen die oben genannten Tipps, hast du schon einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Doch auch beim Kochen selbst kannst du deine Ernährung noch einmal nachhaltiger gestalten:

  • 1. Deckel drauf: Verwende beim Kochen von Nudeln, Reis und Co. einen Deckel. So sparst du Energie und Wasser, da weniger Flüssigkeit verdampft.
  • Wasser sparen: In Sachen Wasser gilt beim Kochen das Motto „Weniger ist mehr“. Gieße lieber noch mal Flüssigkeit nach, anstatt überflüssiges Wasser einfach wegzukippen. Gleiches gilt für Milch und Sahne.
  • Richtig salzen: Fun Fact: der Siedepunkt von Salzwasser liegt etwa acht Grad höher, als der von ungesalzenem Wasser. Dementsprechend mehr Zeit und Energie wird benötigt, um bereits gesalzenes Wasser zum Kochen zu bringen. Das kannst du vermeiden, indem du das Wasser erst salzt, wenn es schon kocht.
  • Reste verwerten:Ein weiterer Tipp, um Lebensmittel Müll zu vermeiden, ist ein „Restetag“, an dem du es dir zur Aufgabe machst, Lebensmittel die bald ablaufen, noch zu verbrauchen.

Quellen

https://web.de/magazine/ratgeber/essen-trinken/werniger-essen-wegwerfen-tipps-landet-nicht-muell-35975932

https://praxistipps.chip.de/nachhaltig-kochen-tipps-wissenwertes_123561

https://www.co2online.de/klima-schuetzen/nachhaltiger-konsum/nachhaltig-kochen/

https://autarkia.info/blog/nachhaltig-kochen/

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stock.adobe.com / Halfpoint