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Überblick

Elon Musk verschenkt 100 Millionen Dollar

Der scheinbar unangefochtene Lieblingsmilliardär unserer Tage, Elon Musk, hat ein Preisgeld von 100 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Gesucht werden innovative Ansätze, um CO2 aus der Atmosphäre bzw. aus den Verbrennungsvorgängen von Kraftwerken zu absorbieren.

CO2 Reduktion mittlerweile fast unmöglich

Die Notwendigkeit einer harten, ökologischen Kursänderung hat mittlerweile Politik und Wirtschaft auf nahezu allen Ebenen erreicht. Und das nicht nur im Sinne eines theoretischen Umdenkens. Immer mehr Länder und Konzerne haben sich selbst rigorose Klimaziele auferlegt und die Dringlichkeit mittelfristiger Veränderungen endlich anerkannt.

Doch das übergeordnete Klimaziel, die Erwärmung der Erde bis auf maximal zwei Grad zu limitieren, ist mittlerweile nur noch durch ein CO2-Defizit möglich. Sprich: Der Atmosphäre muss aktiv Kohlenstoffdioxid entzogen werden. Einsparungen alleine, selbst wenn der CO2-Austoß folglich auf null laufen würde, würden bereits nicht mehr ausreichen, um dieses Ziel zu sichern. Entsprechende Ansätze der CO2-Reduktion liegen bereits vor. Ein prominentes Beispiel ist unter anderem das von Bill Gates unterstütze Unternehmen Carbon Engineering aus Kanada.

Nicht ganz uneigennützig?

In Umweltbelangen wird Elon Musk allem voran natürlich als Tesla-Chef und somit als Pionier der Elektromobilität wahrgenommen. Gerade insofern ist sein beachtliches Engagement (die 100 Millionen Dollar sind der bislang höchste Preis, der in diese Richtung ausgesprochen wurde) jedoch bemerkenswert. Denn das aus der Atmosphäre gelöste CO2 lässt sich auch verwerten – unter anderem als synthetischer Treibstoff!

Als eben solcher, so die Prognosen, wird „E-Fuel“ vor allem in der Schifffahrt sowie im Flugverkehr wichtig sein. Denn Batterien skalieren (aufgrund ihrer dann stark steigenden Dimensionen) mehr schlecht als recht mit riesigen Containerschiffen und Passagierflugzeugen. Aber auch andere Anwendungsgebiete, wie die Herstellung von Beton, sind denkbar. Und manch einer argwöhnt bereits, dass Musk bei diesem Engagement vielleicht ein Potenzial zur lokalen Atmosphären-Wandlung auf dem Mars ins Auge fasst. Doch ob er hier nach den Sternen greift – oder nach neuen Wachstumsbranchen der Zukunft – das weiß nur er selbst.

Quellen:

https://reset.org/blog/neue-technologie-bindet-co2-beton-09082020

https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/synthetische-kraftstoffe/

https://t3n.de/news/elon-musk-100-millionen-co2-umwandlung-1351661/

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stock.adobe.com / Björn Wylezich