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Saisonkalender – So kaufst du Obst und Gemüse zur besten Zeit ein

Erdbeeren im Januar, Tomaten das ganze Jahr – das ist für uns alle selbstverständlich. Viele kaufen Obst und Gemüse einfach nach Lust und Laune und denken nicht daran, dass es viele Schritte braucht und viel Energie und CO2 kostet, damit wir immer alles in den Einkaufswagen legen können. Mit einem Saisonkalender für Obst und Gemüse weißt du immer, wann welche Frucht und welches Gemüse gerade Saison hat. So tust du deiner Gesundheit und der Umwelt etwas Gutes.

Wenn du auf saisonales Einkaufen setzt, profitiert nicht nur die Umwelt. Du unterstützt damit auch heimische Produzenten, sparst CO2 ein und bekommst hochwertige Lebensmittel auf den Teller. Wenn du einen Saisonkalender nutzt, weißt du sofort, wann du Himbeeren, Birnen und Kürbisse in bester Qualität bekommst.

Saisonkalender nutzen – warum lohnt es sich?

Da das ganze Jahr über in unseren Supermärkten eine riesige Auswahl an Obst und Gemüse vorhanden ist, denken viele gar nicht mehr daran, dass das Sortiment eigentlich viel kleiner sein müsste, wenn es nur saisonal bestückt wäre. Es mag zwar toll sein, Erdbeeren im Februar kaufen zu können – umweltfreundlich ist es aber nicht. Beim Anbau von Erdbeeren aus Huelva, der größten Anbauregion in ganz Europa, wird beispielsweise so viel Wasser benötigt, dass der angrenzende Nationalpark Doñana Gefahr läuft auszutrocknen.

Auch ist die Belastung durch Pestizide bei Erdbeeren aus Spanien deutlich höher als bei deutschen. Es lohnt sich also, zu warten, bis die heimischen Erdbeeren reif sind.

Ein Blick in den Saisonkalender für Obst zeigt, das Erdbeeren aus Deutschland zwar erst Ende Mai oder im Juni reif sind, aber geschmacklich um einiges intensiver sind als ihre spanischen „Konkurrenten“. Durch kürzere Transportwege ist außerdem die CO2-Belastung deutlich niedriger. Wenn du deutsche Erdbeeren kaufst, unterstützt du die heimische Landwirtschaft. Noch besser ist es, wenn du selbst auf die Erdbeerfelder gehst und deinen Korb voll machst.

Wann kaufe ich was am besten ein?

Ähnlich sieht es beim Saisonkalender für Gemüse aus. Spargel aus heimischem Anbau bekommst du von Ende April bis Juni. Im Winter wird oft sogenannter Inkaspargel aus Peru angeboten. Davon solltest du die Finger lassen – er wird in Monokulturen angebaut und unter enormem Einsatz von Pestiziden und Wasser, von der CO2-Belastung beim Transport ganz zu schweigen, hergestellt.

Verlasse dich also lieber auf den Saisonkalender für Obst und Gemüse und entscheide dich für heimischen Spargel, Tomaten und Co. Der Saisonkalender zeigt dir ganz einfach, wann du was kaufen kannst. Manche Kalender listen auch auf, wann das Obst und Gemüse als Lagerware vorhanden ist und wie hoch dann die Klimabelastung ist. Schließlich werden zum Beispiel Äpfel und Kartoffeln das ganze Jahr angeboten, müssen aber in den kalten Monaten gelagert und behandelt werden, damit die Schimmelbildung oder das Austrocknen vermieden wird

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Quellen

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/saisonkalender-obst-und-gemuese-frisch-und-saisonal-einkaufen-17229

https://www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/aus-landwirtschaft-und-umwelt/erdbeeren-huelva-bewaesserung-100.html

http://www.infostelle-peru.de/web/thema-des-monats-fragwurdiger-spargel-aus-peru/

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