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Alles rund um E-Autos weitere Antriebe

Der neue Aston Martin Valhalla kombiniert V8-Biturbo mit zwei E-Motoren

Manchmal könnte man meinen, die Hersteller besonders potenter Sportwagen nutzten die Hybrid-Technologie einzig und allein dafür, noch irrsinnigere PS-Zahlen zu mobilisieren. So etwa im Fall des brandneuen Aston Martin Valhalla. Der kombiniert einen 750 PS starken V8-Twin-Turbo-Verbrenner mit einem immerhin 204 PS leistenden Elektromotor. Das könnte ja durchaus ein Weg sein, die nicht selten konservativ geprägte Sportwagen-Klientel behutsam an das Thema Elektromobilität heranzuführen. Und hey, im Vergleich zum noch leistungsstärkeren Aston Martin Valkyrie, holt der E-Motor des Valhalla nochmal 40 PS mehr raus.

Der Start des unterhalb des Valkyrie-Hypercars positionierten Supersportwagens verlief – sagen wir – „durchwachsen“. Immer wieder hatte sich die Vorstellung verzögert. Und zu allem Überfluss musste der Valhalla bei seiner ersten öffentlichen Ausfahrt beim Festival of Speed in Goodwood vor ein paar Tagen auch noch mit einem technischen Defekt abgestellt werden. Geht besser.

Zumindest die Verzögerung der Vorstellung dürfte unmittelbar mit dem Antriebsstrang zu tun haben. Denn anstatt des ursprünglich angedachten V6-Motors verpflanzten die Aston-Ingenieure einen V8-Biturbo aus dem Mercedes-AMG-Regal hinter die Sitze. Ein Strategiewechsel, der Zeit gekostet haben dürfte. Und dennoch lesen sich die Zutaten durchaus ansprechend.

V8-Biturbo in Verbindung mit zwei Elektromotoren

Herzstück des Valhalla ist ein Plugin-Hybrid-Antriebsstrang mit drei Motoren, allen voran jener 4,0-Liter-Twin-Turbo-V8-Motor. Laut Unternehmensangaben „der fortschrittlichste, reaktionsschnellste und leistungsstärkste V8-Motor, der jemals in einem Aston Martin verbaut wurde“. Er entwickelt gepfefferte 750 PS, die ausschließlich auf die Hinterachse übertragen werden.

Ergänzt wird der V8 durch ein 150 kW leistendes 400-Volt-Batterie-Hybridsystem mit zwei E-Motoren, von denen einer an der Vorderachse und der andere an der Hinterachse montiert ist. Beide E-Motoren mobilisieren zusammen 204 PS. Die Gesamtleistung des Valhalla gibt Aston Martin mit 950 PS an.

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E-System steuert immerhin 21 Prozent zur Systemleistung bei

Zwar steuert das E-System lediglich 204 PS bei. Doch bei Gesamtbetrachtung und im Vergleich zum Valkyrie zeigt sich: E-Motoren dürften auch bei Aston Martin immer wichtiger werden. Beim Aston Martin Valkyrie liefert das E-System 162 PS, was gerade einmal rund 14 Prozent der Systemleistung ausmacht. Im Valhalla sind es immerhin schon über 21 Prozent.

Beim Fahren im EV-Modus wird die Batterieleistung ausschließlich auf die Vorderachse geleitet. In den anderen Fahrmodi wird die Batterieleistung zwischen Vorder- und Hinterachse aufgeteilt, wobei der Prozentsatz, der an jede Achse geschickt wird, je nach Fahranforderung ständig variiert. In bestimmten Situationen können 100 Prozent der Batterieleistung an die Hinterachse geleitet werden, um die volle Kraft des V8 für maximale Leistung zu ergänzen.

Wann der Aston Martin Valhalla auf den Markt kommen wird, ist noch nicht bekannt. Auch der offizielle Preis wurde noch nicht kommuniziert – er dürfte aber kaum unterhalb von einer Million Euro liegen…

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Bilder: Aston Martin