Zur Übersicht
Überblick

Homeoffice nachhaltig(er) gestalten: 7 Tipps

Viele Deutsche arbeiten im Homeoffice, nicht zuletzt als Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Von Zuhause aus arbeiten bringt so viele Vorteile mit sich, zum Beispiel entfällt der tägliche Weg ins Büro – und auch der Chef kann einem so nicht ständig über die Schulter schauen. Auch für Klima und Umwelt kann die Arbeit im Homeoffice gut sein, zumindest wenn du einige Tipps und Verhaltensweisen beherzt. Von der Tatsache, dass Millionen Deutsche jetzt nicht mehr jeden Tag zur Arbeit und nach Hause pendeln, profitiert auch das Klima: die meisten nutzen dafür nämlich das Auto, was jede Menge CO2 verbraucht. Was dem Klima durch Arbeiten im Homeoffice noch zugutekommt, erfährst du in diesem Artikel.

Tipp 1: Mit nachhaltigem Kaffee in den Tag starten

Egal ob im Büro oder im Homeoffice: Bei den meisten Menschen startet der Arbeitstag mit einer Tasse Kaffee, um erst mal wach zu werden. Kaffee ist aber nicht gleich Kaffee – viele Sorten werden unter zweifelhaften Bedingungen und unter Verwendung von chemischen Düngemitteln und Pestiziden gewonnen. Das ist für Umwelt und Klima natürlich gar nicht gut. Achte deswegen auf fair gehandelten Bio-Kaffee, den du anhand entsprechender Siegel auf den Verpackungen erkennst. Vom Erlös dieses Kaffees bekommen die Kaffeebauern auch einen fairen Anteil, was bei herkömmlichen Kaffeearten oft nicht der Fall ist. Vermeide außerdem Kaffee aus Kapselmaschinen: die Kapseln verursachen Unmengen an Müll. Besser ist es in jedem Fall, Pulverkaffee oder Filterkaffee zu trinken.

Tipp 2: Ökostrom nutzen

Wenn du im Homeoffice und damit auch in deinen Privaträumen auf Ökostrom setzt, tust du der Umwelt gleich doppelt etwas Gutes. Inzwischen bieten eigentlich alle Stromanbieter einen Ökostromtarif an, der oft nicht mal teurer ist. Der Wechsel des Tarifes lässt sich bequem online innerhalb von ein paar Minuten bewerkstelligen. Für das Klima ist Strom, der aus fossilen Energieträgern wie Kohle oder Erdöl gewonnen wird, pures Gift. Indem du auf Ökostrom umstellst, leistest du also einen wichtigen Beitrag für Natur und Umwelt. Natürlich lässt sich der Verbrauch an Ökostrom im Homeoffice wie der Verbrauch von herkömmlichem Strom ebenfalls steuerlich als Betriebsausgabe absetzen. Wer daheim noch mit Gas heizt, sollte außerdem auf Biogas umstellen.

Tipp 3: Nachhaltig drucken

Auch im Home-Office muss man ab und zu etwas ausdrucken. In Sachen Nachhaltigkeit solltest du so wenig wie möglich drucken. Verwende, wenn es doch nötig ist, umweltfreundliches Papier, das den „Blauen Engel“ trägt. Für herkömmliches Papier werden Wälder gerodet, was für das Klima natürlich extrem schädlich ist. Verwende am besten auch wiederauffüllbare Druckerpatronen, um unnötigen Müll zu vermeiden, und nutze Druckerfarbe ohne Mineralöle. Viele Drucker haben außerdem Tintensparoptionen, mit denen du sowohl Tinte als auch Geld sparen kannst.

Tipp 4: Sparsames Internetsurfen

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die Nutzung des Internets unvorstellbare Mengen an Energie verbraucht und damit das Klima belastet. Deswegen ist es im Sinne der Nachhaltigkeit, so viel wie möglich analog zu erledigen. Komplett möchte man allerdings auch nicht auf die Vorzüge des Internets verzichten –dementsprechend sollte man im Netz genauso umsichtig unterwegs sein wie womöglich mit dem Auto im Straßenverkehr. Das heißt zum Beispiel konkret, keinen unnötigen Datenmüll auf den Rechner zu laden, nicht unnötig Zeit online zu verbringen und E-Mail-Fächer und Cloud-Speicher regelmäßig aufzuräumen.

Tipp 5: Leitungswasser trinken

Viel Trinken ist nicht nur bei der Arbeit wichtig. Der Umwelt zuliebe solltest du ganz grundsätzlich auf Wasser aus Plastikflaschen verzichten und stattdessen auf Leitungswasser setzen, das in Deutschland flächendeckend eine hervorragende Qualität aufweist. Wenn du möchtest, kannst du dir günstig einen Wasserfilter zulegen und es extra aufbereiten.

Tipp 6: Auf energieeffiziente Geräte setzen

Im Home-Office finden sich so einige Elektrogeräte, die sehr viel Strom verbrauchen und schon bei der Herstellung nicht sonderlich nachhaltig sind. Achte darauf, dass alle Elektrogeräte, die du benötigst, möglichst energieeffizient sind. Darüber gibt die Energieeffizienzklassen Auskunft, die auf der Verpackung oder bei den Produktinformationen angegeben ist. Energieeffiziente Geräte helfen dir selbstverständlich auch, die Stromkosten zu senken.

Tipp 7: Das Home-Office mit LED-Lampen beleuchten

LED-Lampen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie als Glühbirnen und liegen zudem in Verbrauch und Haltbarkeit auch gegenüber den Energiesparlampen vorne. Daher lohnt es sich für Umwelt und Klima, das Homeoffice sowie deine ganze Wohnung mit diesen Leuchtmitteln auszustatten.

Quellen

blog.wwf.de/tipps-homeoffice-nachhaltig/

https://utopia.de/ratgeber/oeko-suenden-im-buero/

Bild

stock.adobe.com / pikselstock