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Fahrgemeinschaften fürs Pendeln nutzen

Pendeln kostet Zeit, Nerven und Geld. Dennoch gehört ein langer Arbeitsweg für viele Menschen zum Alltag. Fahrgemeinschaften können nicht nur helfen, die Umwelt weniger stark zu belasten, sondern auch die tägliche Fahrt ins Büro verschönern. Aber wie findet man überhaupt eine passende Mitfahrgelegenheit? Wie werden die Kosten aufgeteilt und was passiert bei einem Unfall? Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Car Sharing und Pendeln.

Was spricht für die Fahrgemeinschaft?

Fahrgemeinschaften haben viele Vorteile – sowohl aus ökologischer als auch aus finanzieller und sozialer Sicht. Gerade für umweltbewusste Menschen steht oft der Wechsel zur nachhaltigen Mobilität im Vordergrund: Car Sharing verringert den CO2-Ausstoß und schont dank geteilter Spritkosten nicht nur die Brieftasche, sondern auch wichtige Ressourcen. Auch das hohe Verkehrsaufkommen, das die Lebensqualität gerade in Großstädten wie Berlin, München oder Hamburg enorm beeinträchtigt, wird durch Fahrgemeinschaften reduziert; Car Sharing verringert überfüllte Straßen und den Mangel an Parkplätzen.

Gespräche mit anderen Mitfahrern und das Abwechseln beim Fahren reduzieren außerdem Stress und Langeweile auf dem Weg zur Arbeit. Das Einhalten von Verhaltensregeln kann die Fahrgemeinschaft für alle angenehmer gestalten .

Regeln für eine angenehme Fahrgemeinschaft: das solltest Du beachten

Gegenseitige Sympathien sind für eine längerfristige Fahrgemeinschaft natürlich unerlässlich – wenn du dich mit deinen Mitfahrern oder -fahrerinnen unwohl fühlst, wird auch ein kurzer Arbeitsweg schnell zur Tortur.

Gut zu wissen: Sympathische Mitfahrer und Mitfahrerinnen findest du zum Beispiel auf Websites wie fahrgemeinschaft.de, pendlerportal.de, mifaz.de und Pendlernetz.

Du hast eine Mitfahrgelegenheit gefunden? Dann solltest du folgende Dinge beachten, um die Fahrt für alle so angenehm wie möglich zu machen.

Finanzierung klären

Wollen sich die Fahrer und Fahrerinnen eurer Fahrgemeinschaft abwechseln, so dass alle die Kosten für ihr Fahrzeug selbst tragen oder soll ein Fahrer oder eine Fahrerin eine Kilometerpauschale bekommen? Fragen zur Finanzierung klärt ihr am besten schon vor der ersten Fahrt.

Erreichbarkeit

Auch eure Kontaktdaten solltet ihr vor der ersten Fahrt ausgetauscht haben, so dass ihr euch bei kurzfristigen Änderungen im Fahrplan gegenseitig erreichen könnt.

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit

Kaum etwas ist ärgerlicher, als ewig auf Mitfahrer oder Mitfahrerinnen warten zu müssen und womöglich noch zu spät auf der Arbeit anzukommen. Gib auch du dir deshalb Mühe, pünktlich zu sein und rechtzeitig abzusagen, wenn etwas dazwischen kommt.

Sicherheit

Sicherheit geht immer vor! Dazu gehört nicht nur, dass der verkehrssichere Zustand des Gemeinschaftsfahrzeugs regelmäßig kontrolliert werden sollte; wenn du als Beifahrer oder Beifahrerin das Gefühl hast, dass deine Mitfahrgelegenheit zu schnell unterwegs ist, solltest du deine Bedenken unbedingt freundlich, aber bestimmt äußern. Ändert sich nichts, ist es besser, die Fahrgemeinschaft zu wechseln. Umgekehrt solltest du als Fahrer oder Fahrerin natürlich ebenfalls Wünsche und Sorgen deiner Mitfahrer und Mitfahrerinnen beachten.

Bei Unfällen: Wie sieht es rechtlich aus?

Alle Insassen einer Fahrgemeinschaft sind über die Kfz-Versicherung des Fahrers oder der Fahrerin mitversichert. Bei beruflichen Fahrten greift außerdem die gesetzliche Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft. Auch Wertgegenstände, die du am Körper trägst, sind mitversichert. Für Gegenstände, die du in der Tasche oder im Rucksack aufbewahrst, gilt das jedoch nicht. Wenn du als Fahrer oder Fahrerin eine Haftung für diese Gegenstände ausschließen möchtest, kannst du deine Mitfahrer und Mitfahrerinnen eine Haftungsbeschränkungserklärung unterzeichnen lassen.

Quellen

https://www.easycredit.de/blog/fahrgemeinschaften-gemeinsam-gegen-pendlerstress

https://pendlerapp.de/

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stock.adobe.com / Andrey Popov