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Elektroautos

Pininfarina Battista Hyper GT

Pininfarina ist eines der ganz großen, legendären Designstudios Italiens. Seine Designer zeichneten in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Fahrzeuge von Alfa-Romeo über Ferrari und Jaguar bis hin zu Lancia, Maserati und Peugeot. Darunter: Designikonen wie der Ferrari Dino. Mit dem Pininfarina Battista Hyper GT schreiben die Italiener erneut Automobilgeschichte.

Alles neu bei Pininfarina: Schon längst sind die Italiener im Besitz des indischen Mahindra-Konzerns. Und mit Automobili Pininfarina hat das Unternehmen inzwischen eine Tochterfirma, die im eigenen Namen Elektro-Sportwagen herstellt. In das neue Unternehmen mit Sitz in München investierte Pininfarina 2018 immerhin 20 Millionen Euro.

Technik von Rimac – Design von Pinifarina

Benannt nach dem Pininfarina-Gründer Battista „Pinin“ Farina (1893–1966) soll der Pininfarina Battista die legendäre Firmengeschichte fortschreiben: Zusammen mit den kroatischen Hypercar-Spezialisten von Rimac Automobili entwickelte Pininfarina Automobili den vollelektrischen Über-Sportwagen. Unterstützung holten sich die Deutsch-Italiener außerdem von Ex-Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld als Test-Fahrer und Markenbotschafter sowie der deutschen Telekom für die Vernetzung des Hypercars.

Weil Automobildesign eine der Kernkompetenzen von Automobili Pininfarina ist, entstammt das Design des Pinfarina Battista der Feder der hauseigenen Designer. Antrieb und Batteriesystem hingegen werden von Rimac gefertigt. Die vier Radnabenmotoren entwickeln eine Systemleistung von 1.900 PS bei einem maximalen Drehmoment von gewaltigen 2.300 Nm. Trotz der großen 120-kWh-Batterie bringt der Pininfarina Battista Hyper GT dank Carbon-Karosserie nur rund 1.600 Kilogramm auf die Waage.

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Unfassbare Fahrleistungen

Mit diesem Set-up sind unfassbare Fahrleistungen möglich: Das italienische Hypercar beschleunigt in unter 2 Sekunden von null auf hundert km/h. 200 km/h sind in nicht mal sechs (!) Sekunden erreicht und die 300er-Grenze fällt laut Unternehmensangaben in unter 12 Sekunden. Wer das Pedal weiter durchgedrückt lässt, kann den E-Sportler auf eine Höchstgeschwindigkeit von über 350 km/h beschleunigen. Die Reichweite soll – theoretisch – bei 450 km liegen. Doch ob ein Fahrer des 1.900-PS-Geschosses wirklich jemals diesen Wert erreichen wird?

Und weil die Ingenieure bei Pininfarina der festen Überzeugung sind, dass Sportwagen vom Format des Battista einen ordentlichen Sound brauchen, dachten sie sich etwas Besonderes aus. Ein On-Board-Soundprogramm nutzt den Motor und den Wechselrichter des Fahrzeugs, um das Äquivalent des Ansaug- und Auspuffgeräuschs eines Verbrennungsmotors zu erzeugen. Immer noch künstlich, ja. Aber immerhin mit einem neuen und recht authentischen Ansatz.

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Exorbitante Performance, exorbitanter Preis

Wer sich schon die Finger nach dem automobilen Traum leckt, sei gewarnt: Je nach Version kostet der Pininfarina Battista zwischen 1,75 und 2,2 Millionen Euro. Und selbst wer über ein entsprechend dickes Portemonnaie verfügt: Das Hypercar wird insgesamt nur 150 mal gebaut…

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Bilder: Automobili Pininfarina