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E-Bikes, Scooter & Co

Pedelec im Einsatz: So steigt die Nachhaltigkeit

Fahrradtouren gehen auch mit einem Pedelec, einem Mix aus Fahrrad und E-Bike, das durch Muskelkraft und einem Motor angetrieben wird. Nachhaltigkeit gelingt vor allem dann, wenn es das Auto ersetzt.

Ganz grundsätzlich ist das Pedelec ein nachhaltiger Ersatz für das Auto. Es hilft also bereits schon, wenn Ihr das Rad für kurze Fahrten nehmt und auf das Auto verzichtet. “Sie sind besonders geeignet, ab einer Entfernung von 5 bis 10 Kilometern bisher mit dem Auto zurückgelegte Wege zu übernehmen. Im Vergleich zum Auto sind E-Räder günstiger und zugleich ökologischer, gesünder, häufig schneller und definitiv platzsparender”, schreibt das Umweltbundesamt auf seiner Homepage.

Pedelec: Die CO2-Emissionen ausgleichen

Das Umweltbundesamt rechnet vor, dass die Produktion eines Akkus zwischen 55 und 75 kg CO2-Emissionen je Kilowattstunde verursacht. Diese CO2-Emissionen des Pedelec-Akkus seien nach etwa 165 Kilometern, die man mit dem E-Bike anstelle des Autos zurücklegt, ausgeglichen, so das Umweltbundesamt weiter.

Eine Studie des Instituts für Energie und Umweltforschung in Heidelberg (IFEU) hat sich 2015 intensiv mit dem Pedelec und dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Das Ergebnis: Ein Pedelec verbraucht 18 Gramm CO2-Emmissionen pro Personenkilometer. Öffentliche Verkehrsmittel kommen auf 80 Gramm, ein PKW verursacht je nach Motorisierung zwischen 150 und 170 Gramm und ein Elektroauto 150 Gramm, so die Studie.

Es ist aber nicht nur die bloße Fahrt mit dem Pedelec, die nachhaltig ist. Beachtet Ihr ein paar Dinge, könnt Ihr zum Beispiel die Reichweite erhöhen und auch den Akku schonen.

Pedelec: Reifen richtig aufpumpen

Seid Ihr unterwegs mit einem Pedelec, solltet Ihr auf die Reifen einen Blick werfen und dabei Reifendruck und Profil kontrollieren. Sind die Reifen richtig aufgepumpt, habt Ihr nicht nur eine bessere Kontrolle über das Pedelec, auch die Reichweite erhöht sich.

Pedelec: Auf den Akku achten

Experten empfehlen, den Akku je nach nach jeder Nutzung wieder aufzuladen. Sollte er leer sein, solltet Ihr nicht zu lange damit warten, ihn wieder aufzuladen, denn sind die Zellen zu lange leer, drohen Schäden am Akku. Ein weiterer Tipp: Alle sechs Monate den Akku einmal vollständig aufladen und wieder entladen. Dadurch erhaltet Ihr ein genaueres Bild vom Ladezustand des Akkus, die Lebenszeit wird ebenfalls verlängert. Generell gilt: Nutzt den Akku zwischen 20 und 80 Prozent seiner Kapazität.

Wichtig in Sachen Akku, wenn Ihr unterwegs seid: Ein Reiseladegerät mitnehmen, falls Euch unterwegs der Saft ausgehen sollte. Das Ladegerät sollte handlich sein und im Idealfall in eine Satteltasche passen. Wollt Ihr bei sehr warmen Temperaturen starten, nicht vergessen: Hitze setzt Motor, Batterie, Elektronik, Bremsen und Reifen des Pedelecs zu. Deshalb solltet Ihr es dann langsamer angehen lassen. ebike2.jpg

Pedelec: Aud das Handling kommt es an

Übrigens auch dann, wenn Ihr mit Eurem Pedelec noch nicht so vertraut seid. Denn durch das hohe Gewicht ist das Handling anders, auch das Bremsen erfordert etwas Übung. Da ein Pedelec eine Mischung aus Fahrrad und E-Bike ist, wird das Bike durch Muskelkraft und einen Motor angetrieben. Sobald Ihr in die Pedale tretet, erhaltet Ihr Unterstützung durch einen E-Motor. Das erfordert Übung. Eine verantwortungsvolle Nutzung erhöht nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die Nachhaltigkeit des Pedelec-Einsatzes.