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Party in Herzogenaurach: Schaeffler gewinnt das Goldene Lenkrad für seine E-Achse

Wenn Zulieferer etwas gewinnen, dann bekommt das meistens kaum einer mit. Finden wir schade. Und deshalb rücken wir heute mal einen dieser versteckten Champions in den Mittelpunkt.

Die Sache mit Awards in der Automobilindustrie ist ja immer: Die großen Autohersteller feiern sich monatelang extrem ab, buchen ganzseitige Anzeigen und garnieren Werbespots großflächig mit den gewonnenen Preisen. Doch wenn Zulieferer etwas gewinnen, dann bekommt das meistens kaum einer mit. Finden wir schade. Und deshalb rücken wir heute mal einen dieser versteckten Champions in den Mittelpunkt.

Und das aus gutem Grund und aus gegebenem Anlass. Denn neben allerlei Preisen für zahlreiche Automobilhersteller gewann der Automobilzulieferer Schaeffler jetzt eines der „Goldenen Lenkräder“ von „Auto Bild“ und „Bild am Sonntag“ – immerhin einer der wichtigsten Automobilpreise Europas.

In der Kategorie „Innovation des Jahres“ setzte sich Schaefflers E-Achse zunächst bei der Leserwahl und anschließend bei der Jury gegen ein hochkarätiges Mitbewerberfeld durch. Und das ist durchaus aller Ehren wert, schließlich gehörten der Jury nicht nur C-Promis wie Lina van de Mars, sondern auch gestandene Motorjournalisten und Rennfahrer/innen wie Jockel Winkelhock oder Maximilian Götz an.

Was kann die E-Achse von Schaeffler?

Die „2in1-E-Achse“ des Automobilzulieferers aus Herzogenaurach integriert einen Elektromotor und ein Reduktionsgetriebe, also ein Getriebe, das die hohe Drehzahl des Elektromotors so reduziert, dass die Räder direkt angetrieben werden können, in einer kompakten Einheit. Mit ihrem modularen Aufbau kann die E-Achse in verschiedenen Fahrzeugplattformen eingesetzt werden. Und das sowohl in hybriden als auch vollelektrischen Anwendungen.

Die Jury des Goldenen Lenkrads zeigte sich vor allem von der Drehmoment- und Leistungsdichte des Getriebes und der hohen Systemeffizienz beeindruckt. „Darüber hinaus benötigt die innovative Motor-Getriebe-Einheit wenig Platz und ist besonders geräuscharm.“

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Nach 2in1 kommt 3in1

Nach der chinesischen Markteinführung in diesem Jahr wird Schaefflers 2in1-E-Achse bald auch bei einem europäischen Fahrzeughersteller zum Einsatz kommen. Inzwischen arbeitet Schaeffler sogar schon unter Hochdruck an der 3-in1-E-Achse, die neben E-Motor und Getriebe auch die Leistungselektronik in einem System vereint. Mit diesem innovativen System konnte das Unternehmen nach eigener Aussage bereits mehrere Aufträge gewinnen. Die Markteinführung ist also nur noch eine Frage der Zeit.

Zurück zum Goldenen Lenkrad für die Innovation des Jahres. Matthias Zink, Vorstand Automotive Technologies der Schaeffler AG, jedenfalls freut sich wie Bolle über den Preis: „Wir sind sehr stolz auf diese bedeutende Auszeichnung“, so der Manager. „Sie ist ein weiterer Beleg für unseren Pioniergeist und unser erfolgreiches Engagement in der E-Mobilität. Mit unseren innovativen Lösungen werden wir die Transformation hin zu einer elektrifizierten und nachhaltigen Zukunft maßgeblich mitgestalten.“

Na also, auch Automobilzulieferer können sich offenbar ziemlich gut selbst abfeiern!

Autor: Moritz Nolte

Bild: Schaeffler