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Mazda CX-5 2021 Review Autogefühl

Der Mazda CX-5 erhält weitere Verbesserungen. Wir geben einen Überblick und sind die jüngste Version gefahren.

24.02.2021 • 10:05 Uhr

Mazda CX-5 2021 Review Autogefühl

Exterieur

Gebaut wird der CX-5 im Mazda-Werk in Ujina, Japan. Der Kühlergrill ist schon ab der Basis sehr prägnant und hochwertig gearbeitet. Er hat einen dreidimensionalen Look. Serienmäßig kommen die Frontleuchten mit LED-Technik, optional ist ein Matrix-LED-Licht verfügbar. Das Tagfahrlicht ist normal Halogen und erst optional LED. Das sorgt dann für einen moderneren Look. Dramatisch ist auch die Lücke zwischen der überlappenden Frontlippe vor der Motorhaube und der Chromspange, den Mazda Wings. Ein ungewöhnlicher Designschritt, der für Aufmerksamkeit sorgt. Je nachdem, ob man einen ACC-Sensor vorne hat (also für den adaptiven Tempomaten), kommt das dicke Mazda-Logo in 3D oder in 2D „aufgemalt“ auf dem Sensor. Es sticht sogar in beiden Fällen als eine Art Säule hervor, sehr ungewöhnlich. Die Länge liegt bei 4,55 Metern. Serienmäßig kommt der CX-5 mit 17-Zoll-Stahlfelgen, dann gibt es 17-Zoll-Alufelgen, optional springt man direkt zu 19-Zoll-Alufelgen. Ähnlich zu den Frontleuchten wirken die Rückleuchten dreidimensional herausstehend. Mit dem Licht-Upgrade kommen die Rückleuchten dann auch in LED. An attraktiven Farben gibt es Magma Rot (Soul Red Crystal) mit vielen interessanten Farbschattierungen und nun auch Polymetal Grau Metallic.
Im Innenraum kommen viele Soft-Touch-Materialien zum Einsatz, selbst an den Innenseiten der Türen im Fond findet man im oberen Bereich kein Hartplastik – und das nicht nur in den top trim leveln. Der CX-5 kommt mit einem sportlichen Lenkrad. Die Sitze sind komfortabel und kommen in allen Ausstattungsvariante Standard mit schwarzem Stoffbezug – löblich. Mazda hat bereits beim vorherigen Update weiter an der Sitzergonomie und an der Geräuschdämmung gefeilt. Und das Innenraum-Licht kommt mit LED-Technologie. Optional steht ein 10-Lautsprecher-Bose-Soundsystem zur Verfügung, das für noch klareren Klang sorgt.

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Interieur

Ferner gibt es optional ein Head-Up-Display, welches direkt in die Windschutzscheibe projiziert wird und nicht wie bei der Vorgänger-Generation auf eine Plastikscheibe – sehr klar zu sehen, funktioniert top. Als niedrigere Ausbaustufe ist allerdings die einfache HUD-Ausführung mit separater Plastikscheibe weiterhin erhältlich. Auch dieses System wurde allerdings optimiert. Als Neuheit im Innenraum kommt ein neuer 10,25″ Infotainment-Screen, der nicht nur größer ist, sondern auch kürzere Ladezeiten hat und schneller reagiert. Das wirkt sehr hochwertig. Auch die gesamte Navi-Software wurde überarbeitet und die Spracheingabe verbessert. Das Infotainmentsystem reagiert relativ schnell über einen Knopf in der Mittelkonsole, und nicht mehr via Touch. Das hat Mazda bewusst gemacht, aus Sicherheitsgründen, heißt es. Die Rückfahrkamera zeigt eine ordentliche Auflösung und wirkt im neuen Screen noch besser. Apple CarPlay/Android Auto ist serienmäßig. Im jüngsten Facelift kann man nun die Arbeitsweise der Zylinder-Abschaltung im Infotainment-System beobachten.

Vier große Erwachsene finden ohne Probleme Platz, Kopfraum ist massig vorhanden. Der Kofferraum ist richtig groß, auf dem Papier fasst er 505 Liter. Die Rücklehnen der Sitze kann man praktisch vom Laderaum aus entriegeln, und zwar sogar einzeln alle drei Lehnen für sich. Ferner kann man den Winkel der Sitze auf zwei verschiedene Stufen setzen. Das maximale Kofferraumvolumen beträgt 1.620 l. Und die Heckklappe kann nun optional elektrisch betätigt werden.

Die Ausstattungsvarianten teilen sich weiterhin auf in Prime Line, Center Line, Exclusive Line und Sports Line.

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Prime:
– Voll-LED-Scheinwerfer
– Autonomer City-Bremsassistent
– höheneinstellbarer Fahrer- und Beifahrersitz
– Klimaanlage
– 17-Zoll-Stahlfelgen
– Lenkrad ohne Tierhaut-Bezug

Center (zusätzlich):
– elektrisch anklappbare Außenspiegel
– Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung, Lenkradbedientasten und Bluetooth mit Audiostreaming
– Zwei-Zonen-Klimatisierungsautomatik
– zwei zusätzliche Lautsprecher und zweiter USB-Anschluss für das Audiosystem
– 17-Zoll-Leichtmetallfelgen

Exclusive (zusätzlich):
Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer
– Einparkhilfe vorne und hinten
– Spurwechselassistent Plus (BSM)
– Ausparkhilfe (RCTA)
– Dynamisches Kurvenlicht (AFS)
– LED-Tagfahrlicht, LED-Nebelscheinwerfer und LED-Rück- und Bremsleuchten
– Digitalradio-Tuner (DAB)
– automatisch anklappbare Außenspiegel (bei Türverriegelung)
– Lenkradheizung
– Defrosterfunktion für Scheibenwischer
– Fahrmodus-Schalter (Normal/Sport) in Verbindung mit Skyactiv-Drive Automatik (nur für Benziner)

Sports (zusätzlich):
– City-Notbremsassistent Plus (SCBS R), auch Erkennung des rückwärtigen Verkehrs beim Ausparken
– Müdigkeitserkennung (DAA)
– aktiver Spurhalteassistent mit Lenkunterstützung (LAS)
– Matrix LED-Lichtsystem mit zwölf Segmenten inkl. Fernlichtautomatik und variabler Lichtmodi (ALH)
– Verkehrszeichenerkennung (TSR)
– Head-up Display (Projektion auf Plexiglasscheibe; farbig)
– TFT-Display im Rundinstrument (farbig)
– schlüsselloses Zugangssystem LogIn
– Mazda SD-Navigationssystem
– BOSE® Sound-System mit zehn Lautsprechern
– Rückfahrkamera
– elektrisch bedienbare Heckklappe
– Handschuhfachauskleidung
– 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 225/55 R19-Bereifung

Basis sind jeweils schwarze Stoffsitze, Tierhaut gibt es nur optional. In einer Sonder-Edition sind auch schwarze Kunstledersitze erhältlich.

Motoren

Beide Benziner kommen nun mit Zylinder-Abschaltung. Dabei werden bei geringer Last zwei Zylinder abgeschaltet, was zu geringerem Verbrauch führt. Außerdem wurde die Verbrennung insgesamt feingetuned, der 2.5 l Skyactiv G im CX-5 stößt z.B. 80 % weniger Rußpartikel aus als früher. Jetzt bei der Überarbeitung hat Mazda zudem die Reibung des Allradantriebs verringert. Die Automatik schaltet kürzer und spricht schneller an.

Skyactiv-G (Sauger-Benziner)

2.0 l mit 165 PS (Schaltgetriebe und Frontantrieb oder Allrad, optional dann Sechsstufen-Automatik)
2.5 l mit 194 PS (6-Stufen-Automatik, Frontantrieb oder Allrad)

Skyactiv-D (BiTurbo-Diesel)

2.2 l mit 150 PS (Allrad optional) oder 184 PS (Allrad Serie), beide optional mit Automatik

Fahrverhalten

Mazda hat für die aktuelle CX-5 Generation durch viele Maßnahmen nach und nach an der Geräuschdämmung gearbeitet. So kamen neue und mehr Dämm-Materialien zum Einsatz, der Windwiderstand wurde verringert und Geräuschquellen beseitigt, zum Beispiel, dass die Scheibenwischer-Blätter von der überlappenden Motorhaube versteckt werden – clever. Der Unterschied zur Vorgänger-Generation ist wirklich sehr groß. Der aktuelle Mazda CX-5 ist deutlich leiser und sorgt somit für viel mehr Entspannung beim Fahren. Im Laufe des Modellzyklus wurde ferner z.B. am Dachhimmel weiter abgedämmt.

Der Mazda CX-5 kommt auch mit der G-Vectoring Control (GVC). Sie verspricht ein ruhigeres und komfortableres Fahren, das sich dezent bemerkbar macht. Dazu kommt die um 15 Prozent erhöhte Verwindungssteifigkeit der Karosserie. Einen riesigen Unterschied merkt man beim Fahren zwar nicht, aber beide Fakten schaden sicherlich keineswegs. Der Mazda CX-5 ist vom Fahrwerk her klar auf Komfort ausgelegt, es gleicht Unebenheiten gut aus, ist aber nicht primär für einen sportlichen Einsatz ausgelegt. Hier gibt es Konkurrenten, die agiler fahren. Das liegt auch an der Lenkung, die sich natürlich anfühlt, aber wenig progressiv in der Bedienung ist.

In einem früheren Test haben wir den 2.0 Liter Sauger-Benziner mit 165 PS bereits unter die Lupe genommen. Für den Stadtverkehr geht das völlig in Ordnung, geht es viel bergauf oder wenn man mit viel Ladung fahren muss, schwächelt er etwas. Da fehlt dann der Turbo. Andererseits kann auch kein Turbo kaputt gehen, die Sauger-Motoren sind für ihre Langlebigkeit bekannt. Wir verbrauchen im Mix zwischen 7 und 8 l / 100 km. Größter Vorteil: Der 2.0 Liter Benziner ist günstiger im Anschaffungspreis als die anderen Motoren. Beim Test der überarbeiteten Version nehmen wir den Motor mit Handschaltung. Mazda-gemäß lassen sich die Gänge mit einem perfekten Gefühl einlegen. Sie rasten sportlich-knackig ein, ohne aber zu viel Widerstand zu geben. Der Verbrauch bestätigt sich erneut, die Zylinder-Abschaltung kann etwas Verbrauchsvorteile bringen, ist aber auch kein kompletter Gamechanger. Weil es sich um einen Sauger-Benziner handelt, muss man ihn schon auf ordentlich Drehzahl bringen, damit er richtig anzieht. Ansonsten verhält er sich ruhig und linear.

Für mehr Fahrfreude empfehlen wir den 2.5 Liter Benziner. Bislang haben wir mit dem großen Benziner nämlich tatsächlich im Prinzip genau so viel verbraucht wie mit dem kleineren Benziner. Wenn wir uns anstrengen, kommen wir hier auch auf 8 l / 100 km. Also ähnliche Werte wie beim kleinen Benziner, und wenn man die Größe des Fahrzeugs und die SUV-Form betrachtet, geht dieser Verbrauch echt in Ordnung. Zudem orientiert er sich wirklich am angegebenen Verbrauch. Tritt man etwas mehr aufs Gas, landet man bei 9 l / 100 km – und das in unserem Test mit einer Version mit Allrad und Automatik. Durch die neuen Maßnahmen spüren wir, dass die Automatik tatsächlich schneller und reibungsfreier schaltet. Und die Kombi Allrad und Automatik verbraucht jetzt nicht mehr ganz so viel mehr im Vergleich zur Kombi Frontantrieb+Schaltgetriebe. Die Zylinderabschaltung ist übrigens so dezent integriert, dass man sie beim Fahren nicht merkt. Weltbewegend wirkt sie sich nicht auf den Verbrauch aus, aber sie hilft langfristig dabei, die Bilanz positiv zu halten.

Top: Der City-Notbremsassistent (SCBS) mit Fußgängererkennung, der für Geschwindigkeiten bis 80 km/h ausgelegt ist, kommt bereits mit der Serienausstattung. Er ist nun auch bei Nacht aktiv.

Abmessungen

Länge: 4,55 m
Breite: 1,84 m
Höhe: 1,69 m
Radstand: 2,70 m

Fazit: Der Mazda CX-5 ist modern im Design, und es gibt viel Ausstattung für vertretbares Geld. Das Platzangebot ist gut, der Kofferraum sticht dabei positiv heraus. Im Fahren gibt sich der CX-5 angenehm leise. Der große 2.5 l Motor ist eine gute Alternative zum Diesel und verbraucht genauso viel wie manche kleine Turbomotoren. Der 2.0 l Benziner ist günstiger im Einstieg, ist aber dafür dann nicht so kräftig. Das jüngste Update bringt kleinere sinnvolle Verbesserungen und hält für den Mazda CX-5 weiterhin eine gute Preis-Leistungs-Fahne hoch.

Autogefühl: ****

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos & Video: Autogefühl, Jonas Bomba