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Lotus ebnet mit einer flexiblen technischen Plattform den Weg für elektrifizierte Sportwagen

Lotus greift wieder voll an. Für die Modelloffensive mit vier elektrifizierten Neuheiten haben die Briten mehr als 100 Millionen Pfund in das Lotus-Werk in Hethel investiert, um die Produktion zu modernisieren. Jetzt hat Lotus die neue Plattform für die kommenden E-Sportwagen präsentiert.

Dabei handelt es sich um eine vielseitige, modular aufgebaute technische Plattform, die – natürlich - besonders leicht daher kommen soll. Die brandneue Leichtbau-Struktur soll dabei als Basis für „eine Reihe von Elektrofahrzeugen mit unterschiedlichen Layouts, Radständen, Batteriegrößen und Konfigurationen“ dienen. Der innovative neue Hilfsrahmen verfügt über zylindrische Batteriezellen für eine hohe Energiedichte und kann modular mit einer oder zwei elektronischen Antriebseinheiten (EDU) ausgestattet werden.

Blaupause für die nächste Generation von Elektro-Sportwagen

Die Finanzierung des Projekts erfolgte zum Teil im Rahmen des Programms „Advanced Route to Market Demonstrator“ (ARMD) der britischen Regierung. Richard Moore, Executive Director, Engineering, Lotus Cars: "Die heutigen Elektroautos sind im Vergleich zu ihren verbrennungsmotorischen Pendants sehr schwer. Die ARMD-Finanzierung hat Lotus geholfen, schon zu einem früheren Zeitpunkt im Produktzyklus innovativ zu sein und eine neue Fahrzeugarchitektur zu entwickeln, die von Anfang an auf Leichtbau und Leistungsdichte ausgerichtet ist.“ „Anstatt ein einzelnes Fahrzeug zu entwickeln, habe das Unternehmen nun die ‘Blaupause’ für die nächste Generation von Elektro-Sportwagen und für zukünftige Lotus-Produkte realisiert.

Stand heute plant Lotus mit drei verschiedenen Konfiguration. So kann die neue Plattform sowohl für reine 2-Sitzer-Sportwagen als auch 2+2-Sitzer verwendet werden. Möglich sind verschiedene Radstände von 2,47 Metern bis über 2,65 Meter und Leistungsstufen von 350 kW bis 650 kW – sprich: 476 bis 884 PS.

Flexible Konfigurationen für unterschiedliche Layouts

Bei den 2-Sitzer-Konfigurationen plant Lotus mit einer sogenannten „Chest-Anordnung“. Hier sind die Batterie-Module vertikal hinter den beiden Sitzen angeordnet. Laut Lotus „ideal für Sportwagen-/Hypercar-Fahrzeugtypen, bei denen eine niedrige Gesamthöhe und ein niedriger Schwerpunkt erforderlich sind, wie z. B. beim rein elektrischen Hypercar Lotus Evija.“

Beim „Slab-Layout“, das die Briten Stand heute für 2+2-Sitzer-Fahrzeuge vorgesehen haben, sind die Module horizontal unter der Kabine integriert. Diese Anordnung eignet sich am besten für Fahrzeuge, die eine größere Fahrhöhe erfordern.

„Dieses einzigartige Maß an Flexibilität und Modularität in Bezug auf Radstand und Antriebslösungen wird die Grundlage für eine Vielzahl von Elektrofahrzeuganwendungen bilden“, kündigt Lotus an. Die neue Lotus-E-Auto-Architektur dürfte im neuen Elektro-Sportwagen Premiere feiern, dessen Markteinführung für 2026 geplant ist.

Autor: Moritz Nolte

Bild: Lotus