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Le Mans, Daytona und Co: Neuer Hybrid-Prototyp von Porsche startet Vorbereitung auf das erste Rennen

Der Motorsport soll grüner werden. Als Übergangstechnologie kommen bei den wichtigsten Disziplinen deshalb schon heute und in der näheren Zukunft Hybridantriebe zum Einsatz. So auch in Le Mans, Daytona und Co. Wenn mit den LMDh-Prototypen 2023 eine neue Klasse bei den größten Langstreckenrennen der Welt an den Start geht, ist auch Porsche mit von der Partie. Jetzt haben die Stuttgarter das Testprogramm zur Vorbereitung auf die Rennpremiere im Januar 2023 eingeläutet.

Autor: Moritz Nolte

Porsches neuer Prototyp der LMDh-Kategorie („Le Mans Daytona Hybrid“) wird ab der Saison 2023 bei den weltweit größten Langstreckenrennen an den Start gehen. Dann soll der neue Hybrid-Renner um Gesamtsiege in Le Mans, Daytona und Sebring und der FIA WEC Langstrecken-Weltmeisterschaft sowie der nordamerikanischen IMSA WeatherTech SportsCar Championship mitfahren. Eingesetzt wird das Fahrzeug von Penske unter dem offiziellen Teamnamen Porsche Penske Motorsport. Jetzt ist das anspruchsvolle Testprogramm zur Vorbereitung auf die Rennpremiere angelaufen. Porsche-LMDh-1.jpg

Hybridantrieb mit V8-Motor und 680 PS Systemleistung

Basis des Hybrid-Rennwagens bildet ein Multimatic-LMP2-Chassis der nächsten Generation, wie Motorsport-Total.com berichtet. Bei der Wahl des Verbrennungsmotors als Ergänzung zu den einheitlichen, per Reglement vorgegebenen Hybridelementen setzen die Stuttgarter auf ein „großvolumiges V8-Triebwerk“ mit doppelter Turbolaufladung. Die Systemleistung des Hybridantriebs beträgt im Rennbetrieb rund 500 kW (680 PS). Das Aggregat ist dabei für den Betrieb mit erneuerbaren Kraftstoffen ausgelegt, die eine signifikante Reduzierung der CO2-Emissionen ermöglichen sollen. Die gesammelten Erfahrungen und Daten dürften in die Porsche-Serienentwicklung einfließen.

„Wir hatten bei der Auswahl des Motors für unseren LMDh-Prototypen die Qual der Wahl, denn die Produktpalette bietet mehrere erfolgversprechende Basisaggregate“, erklärt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Wir haben uns für den V8-Biturbo entschieden, der aus unserer Sicht die beste Kombination im Hinblick auf Leistungscharakteristik, Gewicht und Kosten bietet. Der Start in das aktive Testprogramm war ein wichtiger Schritt für das Projekt.“ Porsche-LMDh-2.jpg

Premiere im Januar 2023 bei den 24 Stunden von Daytona

Urs Kuratle, Gesamtprojektleiter LMDh bei Porsche Motorsport: „Der Roll Out des LMDh-Rennwagens war auch erste Streckeneinsatz von Porsche Penske Motorsport. Die Mannschaft hat von Beginn an gut zusammengearbeitet. Das beweist die hohe Professionalität aller beteiligten Bereiche. Denn die notwendigen operativen Anforderungen an den sicheren Betrieb eines Hybridfahrzeugs sind sehr hoch. In den nächsten Einsätzen können die erforderlichen Abläufe und Prozeduren weiter vertieft werden. Während dieser ersten Testtage in Weissach hat uns der V8-Biturbo in allen Belangen überzeugt. Wir sind sicher, uns genau für das richtige Aggregat entschieden zu haben.“

Seine Rennpremiere soll der Hybrid-Porsche im Januar 2023 bei den 24 Stunden von Daytona feiern.

Bilder: Porsche