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Der Audi RS e-tron GT: Revolution im High-Performance-Segment

Die Elektrifizierung kommt immer mehr auch im Sportwagen-Segment der Premiumhersteller an. Bei Audi wird es 2021 soweit sein. Mit dem Audi RS e-tron GT steht das erste vollelektrische RS-Modell in der Startposition. Und das soll nicht weniger als eine Revolution im High-Performance-Segment werden.

Einen sehr, sehr konkreten Ausblick auf den Audi RS e-tron GT gibt der seriennahe RS e-tron GT Prototyp, den Audi bereits in diesem Jahr präsentierte. Technisch verwandt ist der Audi RS e-tron mit dem Porsche Taycan. Das Design basiert auf der 2018 präsentierten Studie „e-tron GT Concept“ und erinnert stark an den Audi A7. Welche Rolle der schicke Gran Turismo für die Marke spielt, bringt Audi-Sport-Geschäftsführer Julius Seebach auf den Punkt: „Der seriennahe Audi RS e-tron GT ist die sportliche und technologische Speerspitze der E-Offensive von Audi.“

Um diesen Anspruch mit Leben zu füllen, spendierten die Ingenieure dem ersten elektrischen RS-Modell Leistung satt. Die beiden permanent erregten Synchron-Elektromotoren stellen eine Systemleistung von 440 kW, also etwa 600 PS, zur Verfügung. Im Overboost-Modus sind gar 470 kW drin. Damit könnte der Audi RS e-tron GT Prototyp in 3,5 Sekunden von null auf hundert km/h beschleunigen. Maximal dürften 250 km/h drin sein.

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Das Motoren-Set-up besteht aus einem 175 kW starken E-Motor an der Vorderachse und einem 335 kW leistenden Elektromotor an der Hinterachse. Das maximale Drehmoment soll bei gewaltigen 830 Nm liegen. Die Batterietechnik entspricht der seines technischen Bruders, dem Porsche Taycan: Die Batteriekapazität liegt bei 93,4 kWh.

Wie bereits beim Porsche Taycan wurde auch beim Audi RS e-tron GT der Fokus auf eine reproduzierbare Leistungsabgabe gelegt. Ein Überhitzen des Antriebsstrangs können sich Elektro-Sportwagen einfach nicht erlauben. Auch nicht, wenn sie hart rangenommen werden. Damit die Komponenten des elektrischen Antriebs nicht überhitzen, legten die Entwickler Wert auf eine besonders leistungsstarke Kühlung.

Während die Batterien in der Formula E beim Laden teilweise mit Trockeneis aktiv heruntergekühlt werden, ist das Thermomanagement im Audi RS e-tron GT dann doch etwas ausgeklügelter. „Wir haben im e-tron GT zwei Kühlmittelkreisläufe für die Technikkomponenten, die auf unterschiedlichen Temperaturniveaus arbeiten“, erklärt Christian Schröder vom Entwicklungspartner PSW, einem Tochterunternehmen von Audi. „Der kühlere von ihnen temperiert die Hochvolt-Batterie, der wärmere versorgt die E-Maschinen und die Leistungselektroniken.“ Das sorgt nicht nur für eine gleich bleibend starke Leistungsabgabe auf der Landstraße, sondern auch für eine hohe Performance beim Laden.

Das Problem bei vollelektrischen E-Autos bleibt das Gewicht, das sich im Elektro-RS aus dem Batteriesystem und den insgesamt zwei E-Motoren ergibt. Damit sich die 2,4 Tonnen, die der Audi RS e-tron GT auf die Waage bringen dürfte, nach deutlich weniger anfühlen, haben die Audi-Ingenieure tief in die Trickkiste gegriffen. Das Fahrwerk des Audi RS e-tron GT Prototyps vereint unter anderem geregelte Dämpfung in Kombination mit einer Dreikammer-Luftfederung vorne und hinten. Die elektromechanische Hinterachslenkung soll für eine höhere Agilität sorgen.

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Damit auch Fans des gepflegten Sportwagen-Sounds nicht in die Röhre schauen, wird es für den Audi RS e-tron GT optional ein eigenes Sound-Design geben. Wie „auto, motor und sport“ berichtet, soll jeder Fahrmodus eine eigene Soundcharakteristik erhalten. Für viele RS-Kunden spielen bei aller Performance eben der Sound und die Emotionen, die ein Sportwagen vermitteln soll, eine nicht unerhebliche Rolle.

Das wissen sie auch in Ingolstadt, vor allem aber bei Audi Sport in Neckarsulm. „Die RS–Modelle sind die sportlichsten und emotionalsten Modelle von Audi“, betont Julius Seebach. „Sie bieten jeweils die stärkste Motorisierung, die höchste Dynamik und den größten Fahrspaß – und das alles bei absoluter Alltagstauglichkeit. Mit dem RS e-tron GT Prototyp übertragen wir diesen besonderen Charakter in das elektrische Zeitalter. Das ist eine Revolution bei uns im High-Performance-Segment.“