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Alles rund um E-Autos

Das solltest du über Wasserstoffautos wissen

Wasserstoffautos – die Alternative zu batteriebetriebenen E-Autos. Hier erfährst du alles, was du über den Brennstoffzellen-Antrieb wissen solltest.

Was du über Wasserstoffautos wissen solltest

Wer von Elektromobilität spricht, denkt oft an Autos mit großem Akku, die mit Strom aus der Steckdose versorgt werden. Doch es gibt noch eine andere Antriebstechnologie, von der sich die Wissenschaft viel verspricht – den Brennstoffzellenantrieb. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Wasserstoffautos und klassischen Elektrofahrzeugen?

Wie funktionieren Wasserstofffahrzeuge?

Da Wasserstoffautos von einem Elektromotor angetrieben werden, zählen sie zu den E-Fahrzeugen. Dabei fallen sie jedoch in die Unterkategorie „Fuel Cell Electric Vehicle“ (FCEV, Fuel Cell = Brennstoffzelle), im Gegensatz zu den Battery Electric Vehicles (BEV), den batteriebetriebenen E-Autos.

Wasserstofffahrzeuge beziehen ihren Strom nicht aus einer eingebauten Batterie, sondern erzeugen ihn selbst – mithilfe der Brennstoffzelle. In dieser entsteht aus einer Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff (Elektrolyse) elektrische Energie, die entweder den Elektromotor antreibt, oder in der Batterie gespeichert wird. Die einzigen Nebenprodukte dieser Reaktion sind Wärme und Wasser, die in Form von Wasserdampf über den Auspuff abgegeben wird. Wasserstoffautos sind also lokal emissionsfrei.

Welche Vorteile haben Wasserstoffautos?

  • Fahrgefühl: Wie BEV werden auch FCEV rein elektrisch angetrieben. Das Fahrgefühl ist also ähnlich angenehm wie bei einem Elektroauto – ganz ohne nervige Motorengeräusche und ruckelige Antritte.
  • Ladezeit: Klassische E-Autos benötigen je nach Batteriekapazität und Ladestation mindestens 30 Minuten für eine vollständige Ladung – um den Wasserstofftank eines Brennstoffautos zu füllen, benötigst du wie bei konventionellen Fahrzeugen hingegen nur wenige Minuten.
  • Reichweite: 500 Kilometer sind für ein Wasserstoffauto mit vollem Tank kein Problem. Batteriebetriebene Fahrzeuge schaffen das nur mit einer sehr großen Batterie, die wiederum längere Ladezeiten und ein höheres Fahrzeuggewicht zur Folge hat. Außerdem verschlechtert sich die Reichweite von Brennstofffahrzeugen bei kaltem Wetter nicht.

Was sind die Nachteile?

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  • Tankmöglichkeiten: Eines der größten Mankos sind die wenigen Tankmöglichkeiten, die derzeit für die Wasserstofffahrzeuge existieren. Im Januar 2020 gab es in Deutschland gerade einmal 87 Zapfsäulen, an denen Wasserstoff getankt werden konnte. Mit der Clean Energy Partnership haben es sich allerdings gleich mehrere Fahrzeughersteller wie BMW vorgenommen, das Tankstellennetz bis 2025 auf 400 Wasserstofftankstellen auszubauen
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  • Anschhaffungskosten: Doch auch der hohe Anschaffungspreis der Wasserstoff-Modelle schreckt potenzielle KäuferInnen ab. Rund 70.000 Euro kostet ein Mittelklassefahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb derzeit – also fast doppelt so viel wie vergleichbare rein elektrische Fahrzeuge. Grund dafür ist vor allem das Platinum, das als Wasserstoff-Katalysator für die Stromerzeugung benötigt wird und den Strom nach oben treibt.
  • Betriebskosten: Doch auch die Betriebskosten sind bei Brennstoffzellenautos höher; aktuell liegen die Kosten für ein Kilogramm Wasserstoff bei etwa 9,50 Euro, 100 Kilometer können damit zurückgelegt werden. Das ist etwa doppelt so viel als bei einem batteriebetriebenen Fahrzeug. ExpertInnen gehen jedoch davon aus, dass der Wasserstoffpreis sinkt, sobald die Nachfrage steigt.

Wie umweltfreundlich ist der Wasserstoffantrieb?

Brennstoffzellenautos sind lokal emissionsfrei, geben also weder klimaschädliches CO2 noch gesundheitsschädliche Gase wie Stickstoff ab. Ob der Wasserstoffantrieb wirklich das Klima schont, hängt allerdings davon ab, wie der Wasserstoff produziert wurde und ob der verwendete Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Werden fossile Brennstoffe genutzt, schlägt sich das negativ auf die Klimabilanz nieder. Auch hohe Energieverluste bei der Wasserstoffherstellung sind ein Problem. Im Vergleich zu einem BEV kommt nur halb so viel aufgewendeter Strom tatsächlich beim Fahrzeug an.

Allerdings kann Wasserstoff auch auf Vorrat hergestellt werden, wenn ein Überangebot an Strom aus erneuerbaren Energiequellen besteht und die produzierte Solar- und Windenergie nicht anderweitig genutzt wird. Wasserstoff, der als Nebenprodukt von industriellen Prozessen anfällt, kann außerdem gereinigt und weiter genutzt werden.

Quellen:

https://www.bmw.com/de/innovation/so-funktionieren-wasserstoffautos.html

https://www.zdf.de/kinder/logo/logo-erklaert-wasserstoffautos-100.html

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/820836/umfrage/anzahl-der-wasserstofftankstellen-in-deutschland/

https://www.mobile.de/magazin/artikel/wasserstoff-tanken-in-deutschland-hier-geht-s-schon-3698#:~:text= Was Du über das Tanken von Wasserstoffautos,pro Kilogramm Wasserstoff%3A ca. 100 Kilometer More

https://www.sportwagen-infos.de/wasserstoff-autos-nachteile/

https://www.galileo.tv/technik/gruener-wasserstoff-ist-er-unser-klima-retter/