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Bike Sharing: Per App Fahrräder mieten

Jeden Tag auf dem Weg zur oder von der Arbeit eine gefühlte Ewigkeit im Stau stehen, hohe Kosten für Sprit und Wartung des Autos sowie Bewegungsmangel: Das sind wohl die größten Probleme von all jenen, die viel mit dem Auto unterwegs sind. In Metropolen wie München stehen Pendler pro Jahr im Schnitt 65 Stunden im Berufsverkehr im Stau, von der Umweltbelastung ganz zu schweigen. Viele möchten deshalb vom Auto auf andere Transportmittel umsteigen. Im Zuge des immer größer werdenden Umweltbewusstseins und dem Wunsch vieler Menschen Fitness und Bewegung in den Alltag einzubringen, kommt dem Fahrrad eine wichtige Rolle zu: Anstatt mit dem Auto zu fahren, wird vielerorts wieder auf den „Drahtesel“ gesetzt. Allerdings kann nicht überall das eigene Rad mitgenommen werden oder es ist gar kein eigenes Fahrrad vorhanden. Viele größere Städte bieten hier eine interessante Alternative. Mithilfe von Apps kannst du dir dort Fahrräder ganz einfach und schnell online reservieren und an bestimmten Abholstationen ausleihen.

Schnell und unkompliziert ein Rad buchen und abholen

Mithilfe der Apps ist es ein Leichtes, die Räder vor Ort zu finden. Wichtig ist, dass ausgeliehene Räder nach Gebrauch entweder an einer festen Station oder einer definierten Flexzone abgestellt werden müssen. Damit du ein Fahrrad ausleihen kannst, genügt das Scannen des QR-Codes oder du gibst ganz einfach die jeweilige Nummer in die App ein.

Die Miet- beziehungsweise Leihräder kannst du innerhalb einiger Minuten über die betreffenden Apps mieten. Dazu gehst du einfach online auf die Website eines Anbieters wie Nextbike, registrierst dich und lädst dir die App herunter. Danach gibst du deinen Standort ein, erfährst, wo sich die nächste Abholstation für dein Fahrrad befindet, und gibst dort die Radnummer an. Mit dem vierstelligen Code, den du auf das Smartphone geschickt bekommst, kannst du das Rad dann aufsperren oder den Code in einen Bike-Computer eingeben. Und schon kannst du in die Pedale treten!

Willst du das Rad später wieder zurückgeben, ist auch das schnell und unkompliziert erledigt. Du stellst das Rad an einer der festgelegten Rückgabestationen, den Docks, ab und sicherst es entweder mit einem Schloss oder per Smartdocks (automatische Sicherungen an der Station, die digital das Rad sichern). Hast du das Rad mit einem analogen Schloss gesichert, musst du per App, über den Bike-Computer, die Hotline des Anbieters oder direkt am Terminal die Rückgabe bestätigen.

Wenn du das Rad an einer Station ohne Docks zurückgeben willst, ist das auch kein Problem und funktioniert genauso: Rad an der Station abstellen, Schloss festmachen, den Zahlenschlosscode per App oder in den Bike-Computer eingeben und bestätigen. Und schon ist alles erledigt.

In der Regel befinden sich die Räder an verschiedenen, öffentlichen Plätzen, die leicht zugänglich und gut zu finden sind, wie zum Beispiel an Bahnhöfen oder großen Parkplätzen .

Es gibt mittlerweile in so gut wie jeder größeren deutschen Stadt Bike Sharing Konzepte. Zwei der beliebtesten Bike Sharing Anbieter sind etwa Call a Bike von der Deutschen Bahn sowie Nextbike.

Weltweiter Fahrradverleih bei Nextbike

Nextbike ist innerhalb Deutschlands der größte Bike Sharing Anbieter. Er besteht bereits seit 2004. Die Fahrräder des Unternehmens kannst du an einer Vielzahl von Stationen in mehr als 65 deutschen Städten und zusätzlich auch vielerorts weltweit mieten.

Der Download der App sowie die Registrierung sind vollständig kostenfrei. Anschließend bezahlst du bei einer Fahrt pro angefangene 30 Minuten jeweils einen Euro. Oder du entscheidest dich für das Nextbike Jahresabonnement, für das nur einmal 49 Euro anfallen. Studierende können übrigens günstiger in die Pedale treten, denn Nextbike bietet in Kooperation mit diversen deutschen Universitäten von Berlin über Dresden bis Mannheim Ermäßigungen für alle an, die an einer der teilnehmenden Universitäten immatrikuliert sind.

Wenn du nicht allein unterwegs bist, kannst du über dein Konto bis zu vier Fahrräder buchen. Ist ein Ausflug mit einer größeren Personenanzahl geplant, dann ist es auf Nachfrage beim Kundendienst sogar möglich, bis zu sieben Räder zu leihen.

Nextbike: Vor- und Nachteile

Nextbike bietet dir einige Vorteile: Dazu gehören beispielsweise zahlreiche Standorte und günstige Kosten. Aber auch die Tatsache, dass es möglich ist, bis zu sieben Fahrräder über ein Konto zu buchen, spricht für das Unternehmen. Und auch bei den Fahrrädern selbst kannst du variieren, denn Nextbike bietet sowohl analoge Bikes als auch Elektrofahrräder, wenn du mal weniger körperliche Anstrengung wünschst.

Nachteilig ist dagegen, dass du die gebuchten Räder immer an festen Stationen und nur innerhalb einer Stadt zurückgeben kannst. Eine der wenigen Ausnahme bildet die Region metropolradruhr im Ruhrgebiet, wo du dein Rad zum Beispiel in Düsseldorf abholen und in Lippstadt zurückgeben kannst. In manchen Regionen gibt es sogenannte Flexzonen, wo du dein Rad flexibel an jeder Straße (abgesehen von Privatwegen) innerhalb dieses Gebietes abstellen kannst und nicht an einer bestimmten Station zurückgeben musst. Nextbike bietet auch ein sogenanntes Hybridsystem, wo du in Innenstädten die Flexzone zur Rückgabe nutzen und ansonsten das Rad an einem festen Ort abholen kannst.

Call a Bike – Der Fahrradverleih der Deutschen Bahn

Call a Bike ist oftmals auch unter den Namen DB Bike oder DB Fahrrad zu finden. Dabei handelt es sich um den Fahrradverleih, den die Deutsche Bahn in nahezu allen mittelgroßen und großen Städten innerhalb Deutschlands anbietet.

In der Call a Bike App findest du sämtliche Orte, an denen es dir ermöglicht wird, ein Rad auszuleihen. Auch hierbei handelt es sich, wie beim Konkurrenten Nextbike, um feste Stationen. Das bedeutet, dass du dein gemietetes Fahrrad nach der Nutzung dort auch wieder abgeben musst. Andernfalls ist eine Rückgabegebühr in Höhe von fünf Euro zu bezahlen.

Um ein Fahrrad auszuleihen, kannst du ganz einfach direkt in der App die betreffende Fahrradnummer eingeben und schon kann deine Fahrt starten.

Der Download sowie die Registrierung sind bei Call a Bike vollkommen kostenlos. Die Deutsche Bahn bietet ihren Kunden verschiedene Tarife an: Das Basis-Abo fällt beispielsweise mit drei Euro pro Jahr ins Gewicht. Wenn du fährst, musst du pro begonnene halbe Stunde mit einem Euro rechnen. Praktisch ist, dass du im Basistarif gratis ein weiteres Rad dazu mieten kannst, wenn du nicht allein unterwegs bist.

Vor- und Nachteile von Call a Bike

Vorteilhaft bei Call a Bike ist, dass du innerhalb Deutschlands in mehr als 80 Städten ein Fahrrad mieten kannst. Das gratis Partnerrad ist bereits im Basistarif inbegriffen.

Nachteilig ist, dass du die Räder wieder an eine feste Station zurückbringen musst. Tust du das nicht, können zusätzliche Gebühren anfallen. Wie die jeweiligen Anbieter diese berechnen, kannst du in den Nutzungsbedingungen nachlesen.

Ein weiterer Aspekt, den es nicht nur bei Call a Bike zu beachten gilt, ist der Schutz deiner Daten. Wenn du die App herunterlädst, um dein Rad zu mieten, aktivierst du deine GPS-Ortung und erlaubst dem Bike Sharing Anbieter neben den nötigen Informationen zur Registrierung den Zugriff auf deine Bewegungsdaten. So sehen die Anbieter, wohin du fährst, wo du hältst usw., und es ist möglich, dass diese Daten dann an Dritte weiterverkauft werden. Du solltest also vorher nachlesen, ob deine App Daten weiterleitet.

Bike Sharing: Nachhaltig und Umweltbewusst

Bike Sharing bietet dir eine umweltbewusste und nachhaltige Fortbewegungsmöglichkeit. So kannst du beispielsweise mit Bahn oder Bus in eine andere Stadt fahren und anschließend direkt vor Ort ein Fahrrad ausleihen.

Somit benötigst du weder ein eigenes Rad noch musst du ein Auto nutzen. Auf diese Weise kannst du die verschiedensten Ausflüge unternehmen und bist dennoch flexibel.

Bike Sharing ist eine gute Alternative zum Auto für alle, die sich Staus, die lästige Suche nach einem Parkplatz und die morgendliche Fahrt in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln sparen wollen. Zudem hält es fit und ist auch im Hinlick auf anfallende Kosten wesentlich günstiger als ein Auto. Auch die Zeitersparnis ist nicht zu verachten, schließlich vergeudest du keine wertvolle Zeit, wie tagtäglich viele Autofahrer im Stau.

Du kannst Bike Sharing außerdem völlig flexibel nutzen. Ist das Wetter gut und du willst mit dem Rad fahren, dann hol‘ dir einfach eins. Regnet es oder es ist kalt, dann lass‘ es stehen. Du hast deinen Bus verpasst oder er hat Verspätung? Kein Problem, schnapp‘ dir ein Rad von der Station und los gehts.

Mittlerweile haben auch einige Firmen die Vorteile von Bike Sharing erkannt. Ihre Mitarbeitenden kommen nicht schon gestresst vom Stau und Verkehr zur Arbeit, sind nicht an feste Fahrpläne von Bus oder Bahn gebunden und durch die Bewegung sind sie fitter und seltener krank. Deshalb bieten einige Anbieter, darunter auch Nextbike, ein sogenanntes Businessbike-Konzept an, bei dem Firmen Fahrräder speziell für ihre Mitarbeitenden reservieren und nutzen können.

Ob allein, mit der Familie, einem guten Freund oder der ganzen Clique: Bike Sharing ist eine sehr gute, umweltbewusste Alternative zum Auto.

Quellen

https://www.appgefahren.de/bikesharing-anbieter-und-ihre-apps-im-test-nur-zwei-koennen-wirklich-ueberzeugen-250082.html

https://blog.deinhandy.de/bike-sharing-apps-die-3-besten-fahrrad-apps-im-test

https://www.bahn.de/p/view/service/fahrrad/call_a_bike.shtml

https://www.nextbike.de/de/

Bild

stock.adobe.com / Achim Wagner