Zur Übersicht
Überblick

Stecker rein, fertig! Mit einer Balkon-Solaranlage Strom erzeugen und sparen

Mit einem „Balkon-Kraftwerk“ kann so gut wie jeder seinen eigenen Strom produzieren und täglich Geld sparen. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie simpel eine Balkon-Solaranlage funktioniert und was du beachten musst, um einfach und sicher deinen eigenen nachhaltigen Strom zu erzeugen.

Mini-Solaranlagen sind nicht nur für Wohnwagen oder Gartenlauben interessant. Die kleinen Solar-Module lassen sich neben Balkonen auch an Fassaden montieren oder auf Terrassen aufstellen. Sie funktionieren nach dem „Plug-In“-Prinzip: Stecker in die Steckdose, fertig! Der erzeugte Strom wird sofort in das Hausstromnetz eingespeist, wodurch weniger hinzugekauft werden muss. Das Ergebnis: Die Stromrechnung fällt günstiger aus.

Wie viel Strom kann eine Mini-Solaranlage liefern?

Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass ein Haushalt zwischen 10 und 20 Prozent seines Stroms mithilfe einer kleinen Stecker-Solaranlage selbst erzeugen kann. Hierbei kommt es natürlich auf die technischen Daten des Modells und die Intensität der Sonneneinstrahlung an. Ein Solar-Modul mit 300 Watt Leistung kann im optimalen Fall 200 Kilowattstunden pro Jahr liefern. Bei einem Strompreis von 37 Cent pro kWh (April 2022) würde das jährlich 74 Euro einsparen.

Woraus besteht eine Mini-Solaranlage?

  1. Solar-Modul
  2. Wechselrichter bzw. Spannungswandler
  3. Anschluss-Stecker
  4. Verbindungskabel
  5. Evtl. Stellrahmen und Batterie

Vorteile einer Mini-Solaranlage

  • geringer Aufwand – keine Vorkenntnisse notwendig
  • keine laufenden Kosten
  • klimafreundlich – 100 Prozent Solarstrom
  • mehr Unabhängigkeit vom Energieversorger

Sicherheitstipp: Vor dem Kauf darauf achten, ob das Produkt den Sicherheitsstandards der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) entspricht.

loom-solar-YTBQiK_kWKU-unsplash.jpg

Brauche ich eine besondere Steckdose?

Die meisten Mini-Solaranlagen können an eine herkömmliche Schuko-Steckdose angeschlossen werden. In diesem Fall muss der Wechselrichter einen NA-Schutz (Netz- und Anlagenschutz) aufweisen. Manche Netzbetreiber bestehen jedoch auf eine Einspeise-Steckdose, die vom Elektriker installiert werden muss.

Was ist ein Wechselrichter?

Ein Solar-Modul erzeugt zunächst Gleichstrom. Damit dieser in das Hausstromnetz eingespeist werden kann, wird er mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt. Ein Wechselrichter wird in der Regel mitgeliefert.

Montage und Inbetriebnahme

  • Gemäß Anleitung aufbauen
  • Tipp: passendes Gestell mitkaufen (häufig inklusive)
  • Solar-Modul an einem sonnigen Ort anbringen
  • Solar-Modul windsicher befestigen oder beschweren
  • Wechselrichter und Kabel vor Regen geschützt am Gestell befestigen
  • Mini-Solaranlagen mit bis zu 600 Watt Leistung dürfen ohne Elektriker angeschlossen werden
  • Stecker in die Steckdose – fertig!

solar-cell-4045029_1920.jpg

3 Dinge, die du vor der Inbetriebnahme einer Mini-Solaranlage beachten musst

  1. Hausstromnetz und Stromzähler durch Fachkraft prüfen lassen, ob eine Einspeisung von Solarstrom möglich ist
  2. Für Mieter: Zustimmung des Vermieters einholen
  3. Anmeldung der Solaranlage beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur (Musterbrief zum kostenlosen Download)

Quellen:

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Mit-Balkonkraftwerk-den-eigenen-Solarstrom-erzeugen,solaranlagen108.html

https://www.forbes.com/advisor/de/strom/solarenergie/balkonkraftwerk/

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/erneuerbare-energien/steckersolar-solarstrom-vom-balkon-direkt-in-die-steckdose-44715