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Porsche Mission R: Concept Car für den voll-elektrischen Kunden-Motorsport

Mit überschaubarem Erfolg engagiert sich Porsche in der Formel e. Traditionell stark im Kundensport, rechnet der Sportwagenhersteller auch im Bereich des elektrischen Motorsports mit Rennwagen für den Kundeneinsatz. Der Mission R ist Porsches erster Ausblick auf einen rein elektrischen Kundensport-Renner.

„Zusätzlich zu unserem Engagement in der Formel-E-Weltmeisterschaft gehen wir bei der Elektromobilität jetzt den nächsten großen Schritt“, erklärt Porsche-Boss Oliver Blume. „Die Konzeptstudie ist unsere Vision vom rein-elektrischen Kunden-Motorsport. Der Mission R verkörpert alles, was Porsche stark macht: Performance, Design und Nachhaltigkeit.“

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Star auf der IAA Mobility 2021 in München

Und das nimmt man ihm ab: Der Porsche Mission R ist schon jetzt einer der Stars auf der IAA Mobility 2021 in München. Mit geducktem, aggressivem Design und kompakten Abmessungen macht der Flachmann ordentlich was her. Die Studie eines „Wettbewerbsfahrzeugs“ ist mit 4.326 Millimetern etwas kürzer als die aktuelle 718 Cayman-Generation. Mit 1.990 Millimetern ist sie aber spürbar breiter und mit einer Außenhöhe von 1.190 Millimetern auch deutlich flacher.

Angetrieben wird der Porsche Mission R von zwei neu entwickelten Elektromotoren. An der Vorderachse arbeitet eine E-Maschine mit bis zu 320 kW (435 PS), am Heck sind es sogar maximal 480 kW (653 PS). Im sogenannten Qualifying-Modus leisten sie insgesamt – zeitlich begrenzt – bis zu 800 kW oder 1.088 PS. Im Rennmodus stellt das System konstant 500 kW (680 PS) bereit. Die Batteriekapazität beträgt rund 80 kWh. Langstreckenrennen dürften wohl kaum drin sein. Zusammen mit einer laut Porsche-Angaben „innovativen Rekuperation“ sind aber Sprintrennen ohne Leistungsverluste möglich. Der im Qualifying-Modus knapp 1.100 PS starke Allradler soll in weniger als 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 300 km/h.

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Knapp 1.100 PS maximale Leistung

Wie die Performance auf der Rennstrecke aussieht? Offenbar ziemlich gut. Auf dem Track soll der Porsche Mission R die gleiche Rundenzeit-Performance wie der aktuelle Porsche 911 GT3 Cup fahren. Damit die Leistung einigermaßen konstant abgerufen werden kann, kommt dem Thermomanagement eine wichtige Bedeutung zu: Die 500 kW im Rennmodus ermöglichen mit einer innovativen Öldirektkühlung ausgestattete Batteriezellen. Dem Akku genügt eine gut 15-minütige Rennpause, um von fünf auf 80 Prozent aufzuladen. Die fortschrittliche 900-Volt-Technologie und Porsche Turbo Charging machen es möglich.

Einen Fokus legten die Motorsport-Ingenieure von Porsche auf die Aerodynamik: Im Porsche Mission R kommt unter anderem eine Weiterentwicklung der Porsche Active Aerodynamics (PAA) mit Drag Reduction System (DRS) an Bugteil und Heckflügel zum Einsatz. Es umfasst je drei Lamellen in den beiden seitlichen Lufteinlässen am Bugteil sowie einen verstellbaren, zweiteiligen Heckflügel.

CO2-Reduzierung und Nachhaltigkeit im Fokus

Bei der Entwicklung der Karosserie legte Porsche Wert auf CO2-Reduzierung und Nachhaltigkeit: Sie besteht zu großen Teilen aus Naturfaser-verstärktem Kunststoff (NFK). Die Grundlage liefern dabei Flachsfasern aus der Landwirtschaft. Der ökologische Werkstoff findet auch beim Frontsplitter, dem Diffusor und den SeitenschwellernVerwendung. Im Interieur des Porsche Mission R kommt NFK ebenfalls großflächig zum Einsatz, so etwa für die Türinnenschalen, die hintere Schottwand und den Sitz.

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Autor: Moritz Nolte

Bild: Porsche