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Nachhaltigkeitspreis 2021: Gewinner und Nominierte auf einen Blick

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis (DNP) zeichnet jedes Jahr wieder Organisationen und Unternehmen aus, die sich für den Wandel hin zu einer klimafreundlichen, nachhaltigen Wirtschaft einsetzen. Wir stellen dir die Nominierten und Gewinner 2021 vor.

Was ist der Deutsche Nachhaltigkeitspreis?

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wurde im vergangenen Jahr bereits zum 14. Mal vergeben. Mit der Auszeichnung sollen Unternehmen, Initiativen, Organisationen und Kooperationen geehrt werden, die an der Entwicklung kreativer und nachhaltiger Lösungen für ökologische und soziale Probleme unserer Zeit beteiligt waren. Nach eigenen Aussagen handelt es sich beim DNP um „Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement“.

Der Preis wird in insgesamt fünf verschiedenen Kategorien verliehen: Architektur, Forschung, Start-Ups, Design und Verpackung. Für die Vergabe des Preises nutzt die verantwortliche Stiftung seit 2020 neuerdings fünf zusätzliche „Transformationsfelder“. Gemeint sind damit zentrale Bereiche, in denen eine nachhaltige Transformation unbedingt nötig ist, um eine Bewältigung der Klimakrise zu ermöglichen. Die Transformationsfelder leiten sich aus der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sowie der UN-Agenda 2030 ab. Sie umfassen die Bereiche Biodiversität, Klima, Gesellschaft und Lieferkette.

Kategorie Architektur

Für ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Reformation im Bausektor wurde das Forschungsprojekt „Einfach Bauen“ aus Bad Aibling mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 im Bereich Architektur ausgezeichnet. Dieses dokumentierte und untersuchte die Auswirkungen der Baustoffe Massivholz, Mauerwerk und Leichtbeton auf Faktoren wie Raumklima, Wohnqualität und Nutzungsverhalten. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen die Bauindustrie zukünftig bei einer effizienten Einhaltung ökologischer Standards unterstützen.

Kategorie Forschung

Mit dem DNP im Bereich Forschung werden jährlich Projekte geehrt, deren Ziel es ist, Natur- und Lebensräume klimaresistenter zu gestalten. Im vergangenen Jahr gewann das Projekt „Heat Resilient City“, welches darauf abzielte, Hitzewellen in Städten durch eine clevere Stadtarchitektur erträglicher zu machen. Im Fokus stand dabei der Schutz von verletzlichen Gruppen wie Kleinkindern, Senioren oder chronisch Kranken.

Kategorie Design

Im Bereich Design wurden im vergangenen Jahr gleich mehrere Sieger gekührt:

  • Airpaq: für die faire Produktion von Taschen, Rucksäcke und Accessoires aus recycelten Auto-Materialien wie Airbags, Sitzgurten und Gurtschlössern
  • Alstom Coradia iLint: für die Entwicklung des ersten Brennstoffzellenzugs für die Personenbeförderung
  • Amparo: für die Entwicklung eines flexiblen Prothesensystems
  • Brita: für die Brita-Küchenarmatur mit integriertem Wasserfilter
  • DB Rad+ App:für die App der Deutschen Bahn, mit der du mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer in Gutscheine umwandeln kannst
  • DiFold: für die DiFold Origami Bottle, eine faltbare, platzsparende Trinkflasche
  • Tegut: für den schnell aufgebauten teo – ein Tegut-Verkaufsautomat für die Nahversorgung

Kategorie Unternehmen

Folgende Akteure wurden in der Kategorie Unternehmen prämiert:

  • Biodiversität: Primavera Life (Naturkosmetikhersteller)
  • Klima: Das Systemhaus GmbH, der „Zero Emission“ IT-Dienstleister GREEN IT sowie der Elektrotechnikkonzern Schneider Electric SE
  • Gesellschaft: Sonett (Reinigungs- und Waschmittelhersteller)
  • Ressourcen: das Unternehmen Kärcher
  • Lieferkette: EcoVadis

Grüne Start-ups: der Next Economy Award 2021

In der Sonderkategorie Start-Ups werden deutsche Unternehmen und Organisationen mit dem Next Economy Award ausgezeichnet, die in den letzten fünf Jahren in Deutschland gegründet wurden. Im vergangenen Jahr gewannen gleich drei Unternehmen die Auszeichnung:

  • die Wasser 3.0 GmbH (gemeinnützige Organisation, deren Filtermethoden es ermöglichen, Mikroplastik und -schadstoffe aus Wasser zu entfernen)
  • die Ineratec GmbH, ein Produzent von e-Fuels und e-Produkten
  • die Enpal GmbH aus dem Solarenergiesektor

Sonderpreis Verpackung

In der Sonderkategorie „Verpackung“ werden nachhaltige Verpackungslösungen mit einer niedrigen CO2-Bilanz, einer langen Lebensdauer sowie einer guten Recyclingfähigkeit ausgezeichnet. 2021 gewann die Büttenpapierfabrik, die Papier zu 100 Prozent aus europäischen Hanffasern produziert.

Quellen

https://www.nachhaltigkeitspreis.de/wettbewerbe/up/alle-bisherigen-preistraeger/2021/nominierte-2021/

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stock.adobe.com / Proxima Studio