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Elektrogeräte in Reparatur geben statt zu entsorgen

Wer Wert auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit legt, sollte seine Elektrogeräte nicht gleich bei einem Defekt wegwerfen, sondern erst überprüfen, ob sich vielleicht eine Reparatur lohnt. Durch die Entsorgung funktionsuntüchtiger Elektrogeräte entstehen jedes Jahr in deutschen Privathaushalten hunderttausende Tonnen Elektroschrott, was für die Umwelt natürlich alles andere als gut ist. Wir zeigen dir, welche Optionen du hast, wenn deine Geräte den Geist aufgeben.

Die meisten Menschen schmeißen defekte Geräte weg

Der in Hannover ansässige Spezialversicherer Wertgarantie SE hat jüngst durch die imug Beratungsgesellschaft eine repräsentative Umfrage durchführen lassen, bei der herauskam, dass durch die Entsorgung von defekten Elektrogeräten in deutschen Haushalten jedes Jahr rund 436.000 Tonnen Elektroschrott entstehen. Das ist eine unglaubliche Menge an Ressourcen und eine enorme Belastung für die Umwelt. 78 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie auf eine Reparatur verzichten, selbst wenn diese durchführbar wäre. Stattdessen entsorgt ein Großteil die Geräte einfach. Im Sinne von Umweltschutz und Nachhaltigkeit solltest du nicht zu diesen 78 Prozent gehören und deine Elektrogeräte, sofern möglich, reparieren lassen. Dadurch sparst du in den meisten Fällen im Vergleich zum Neukauf auch noch Geld.

Kostenlose Reparaturen während der Gewährleistungsfrist

Längst nicht alle Verbraucher wissen, dass neu gekaufte Elektrogeräte einer zweijährigen gesetzlichen Gewährleistungspflicht unterliegen. Das bedeutet, wenn sich das Produkt ohne Eigenverschulden während dieser Zeit als funktionsuntüchtig erweist, dann hast du gegenüber dem Händler einen Anspruch auf eine kostenlose Reparatur oder einen Ersatz. Um den Anspruch gegebenenfalls schnell geltend machen zu können, solltest du dir angewöhnen, die Kaufbelege für deine Geräte immer geordnet aufzubewahren. Ein Schnellhefter ist hierfür die beste Lösung. Zusätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistungspflicht bieten viele Verkäufer außerdem Garantien an, welche die Ansprüche der Kunden verlängern oder verstärken. Auch um diese in Anspruch zu nehmen, kannst du dich einfach mit dem defekten Gerät an den Händler wenden und musst den Kauf per Beleg nachweisen.

Geräteversicherungen abschließen

Du hast es vielleicht schon gesehen: Wenn du bei großen Online-Händlern Elektrogeräte kaufst, wirst du oft während des Kaufprozesses gefragt, ob du eine Geräteversicherung abschließen möchtest. Solch eine Versicherung kostet meist sehr wenig, zahlt sich im Bedarfsfall aber aus. So kannst du deine Geräte über die der Gewährleistungspflicht unterliegenden Leistungen hinaus umfassend absichern und sparst dir im Falle des Falles den Neukauf. Da sich die meisten Defekte mit einer Reparatur beheben lassen, tust du nebenbei der Umwelt etwas Gutes, indem du die Vermehrung von Elektroschrott verhinderst.

Sich selbst um Reparaturen kümmern

Ist die Gewährleistungspflicht verstrichen und keine Geräteversicherung vorhanden, ist das Gerät noch längst kein sicherer Fall für den Gerätefriedhof. Einfache Reparaturen lassen sich mit ein bisschen handwerklichem Geschick auch selbst durchführen. Kleinere Instandsetzungsarbeiten werden nicht selten in der Bedienungsanleitung erklärt und für gängige Geräte finden sich zahlreiche Reparaturanleitungen im Internet, zum Beispiel in Form von Video-Tutorials auf bekannten Videoportalen. Traust du dir nicht selbst zu, ein Gerät wieder Instand zu setzen, kannst du dich noch immer an gewerbliche Handwerksbetriebe oder einen autorisierten Fachhändler wenden. Je nach Wert des Gerätes kann es sich lohnen, verschiedene Kostenvoranschläge für die Reparatur einzuholen. Lass dir auf jeden Fall im Vorfeld den ungefähren Preis für die Reparatur nennen – so kannst du einschätzen, ob sie sich wirklich lohnt.

Quellen

https://recyclingportal.eu/Archive/65220

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/nachhaltigkeit/elektrogeraete-reparieren-statt-wegwerfen-19974

https://www.wertgarantie.de/

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stock.adobe.com / Alex T.